BgA-Event-Kompass
Hier empfehlen wir euch monatsweise Veranstaltungen, die von oder mit unseren Bündnispartner*innen stattfinden.

März 2025
11. März, 9:30 - 16 Uhr, Tagungsräume der Stiftung Soziale Projekte Meißen: 10. Tagung des Fachnetzwerks gegen Antisemitismus in Sachsen zum Thema „Israelbezogener Antisemitismus und Diskurse um den Nahostkonflikt“
Auf der ersten Tagung des Fachnetzwerks gegen Antisemitismus in Sachsen in diesem Jahr werden wir uns mit dem Themenkomplex „Israelbezogener Antisemitismus und Diskurse um den Nahostkonflikt“ beschäftigen.
Die Veranstaltung findet am 11.03. von 9.30–16.30 Uhr in den Tagungsräumen der Stiftung Soziale Projekte Meißen statt. Dazu möchten wir Sie und euch herzlich einladen.
Mehr Informationen zu Programm und Anmeldung
Die Tagung wird veranstaltet vom Fachnetzwerk gegen Antisemitismus in Sachsen, in Trägerschaft des Kultur- und Begegnungszentrums Ariowitsch-Haus e.V., Zentrum jüdischer Kultur in Leipzig.
13. - 14. März, Mediencampus Villa Ida Leipzig: Fachtagung: Zwischen Misstrauen und Demokratiegefährdung: Wie arbeiten gegen Verschwörungsideologie
Verschwörungsdenken an sich ist kein neues Phänomen. Die Verbreitung verschiedener verschwörungsideologischer Erzählungen in der Gesellschaft und deren Folgen werden jedoch zunehmend offensichtlicher. Vor allem im Zuge der Covid-19-Pandemie gewannen in Deutschland und den USA Gruppen wie Querdenken, Q-Anon oder Souveränist*innen an Popularität und Sichtbarkeit. Wir möchten daher zu einem interdisziplinären und länderübergreifenden Blick auf das Thema im Rahmen einer Fachtagung einladen. Die Impulsgebenden und Teilnehmenden der Tagung setzen sich aus den Bereichen zivilgesellschaftliche Beratungs- und Praxisangebote, staatliche Stellen und Wissenschaft zusammen. Sie geben jeweils Einblicke in den Bearbeitungsstand zum Thema in ihrem Bereich und diskutieren Hypothesen, Erkenntnisse sowie Lösungswege mit den anderen Beteiligten. Die Fachtagung wird so gestaltet, dass sich die Teilnehmenden aktiv einbringen können.
Mehr Informationen, Tagungsprogramm und Anmeldung unter: https://www.tolerantes-sachsen.de/veranstaltung/fachtagung-zwischen-misstrauen-und-demokratiegefaehrdung-wie-arbeiten-gegen-verschwoerungsideologien-leipzig/Veranstaltet von der Amadeu Antonio Stiftung
15. März, 21 Uhr, Synagoge Dresden-Neustadt: Karneval De La Purim
Lust zu feten, singen, tanzen? Dann ist unser Karneval de la Purim am 15. März genau das richtige für dich!
Schnapp dir dein Kostüm und deine Freunde - um gute Musik, nette Getränke und ein lustiges Beisammensein kümmern wir uns.
Der Eintritt ist frei. Wenn du die Möglichkeit hast uns mit einer kleinen Spende zu unterstützen freuen wir uns. Start ist 21:00 Uhr in der Jüdischen Kultusgemeinde Dresden (Eisenbahnstraße 1, 01097 Dresden).
Was dich erwartet: Karaoke | 80s, 90s & 2000er | Techno
Wir freuen uns auf euch!Mehr Informationen und Anmeldung: https://www.juedische-gemeinde-dresden.de/eventlist
Eine Veranstaltung von der Jüdischen Kultusgemeinde Dresden e.V.
19. März, 19.30 Uhr, Kathedralforum Dresden: Vortrag zum 100. Jahr des Todes von Hugo Preuß: Demokrat, politischer Denker und Vater der Weimarer Verfassung
Hugo Preuß (1860-1925) ist einer der wichtigsten Wegbereiter der Demokratie in Deutschland. Als Staatsrechtler war er ein Vordenker des pluralistischen Verfassungsstaates - obwohl er als Jude und Linksliberaler nie auf einen staatlichen Lehrstuhl berufen wurde. Als Politiker in Berlin ebnete er den Weg zur Zusammenarbeit zwischen bürgerlichen Demokraten und Sozialdemokraten. Und als Reichsinnenminister im Revolutionswinter 1918/19 schrieb er den Entwurf der Weimarer Reichsverfassung, für deren Schutz als wehrhafte Demokratie er sich bis zu einem Tod im Preußischen Landtag und publizistisch einsetzte.
Prof. Dr. Michael Dreyer hat in Kiel und Lexington (USA) Politische Wissenschaft, Geschichte und Volkskunde studiert. Er wurde in Kiel promoviert und hat sich 2002 in Jena mit einer Arbeit über „Hugo Preuß (1860-1925). Biographie eines Demokraten“ habilitiert. Seit 2005 ist er außerplanmäßiger Professor am Institut für Politikwissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Dort leitet er den Arbeitsbereich Politische Theorie und Ideengeschichte. In seinem Vortrag widmet er sich den Lebensstationen dieses unermüdlichen Streiters für die Demokratie.
Der Eintritt ist frei! Spenden für unsere Förderung der Jüdischen Gemeinde Dresden KdöR sind willkommen.
Mehr Informationen: https://www.freundeskreis-synagoge-dresden.de/veranstaltungen/162-vortrag-zum-100-todestag-von-hugo-preuss-19-3-2025
Eine Veranstaltung des Freundeskreises Dresdner Synagoge e.V. in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde zu Dresden, dem Kathedralforum Dresden der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden e.V. und HATiKVA e.V.
23. März, 14 Uhr, Alter Jüdischer Friedhof Dresden: Führung: Der älteste erhaltene jüdische Friedhof in Sachsen - Geschichte und Besonderheiten
Einem Kriminalstück gleicht die Geschichte des Alten Jüdischen Friedhofes in Dresden. Es ist der älteste erhaltene jüdische Friedhof in Sachsen. Unter einem dichten Baumdach versteckt er sich mit seinen alten Steinen und Geschichten in der Äußeren Neustadt. Zahlreiche zu Unrecht vergessene Persönlichkeiten fanden hier ihre letzte Ruhestätte. Gehen Sie mit uns auf eine spannende Spurensuche.
Männliche Teilnehmer bitte mit Kopfbedeckung.
Eintritt: 6,00 €, ermäßigt: 4,00 €
Mehr Informationen: https://www.hatikva.de/maerz.htm
Eine Veranstaltung von HATiKVA e.V.
27. März, 19 Uhr, Kulturforum Görlitzer Synagoge: Vortrag von Igal Avidan mit anschließender Diskussion "... und es wurde Licht". Über das Zusammenleben von Juden und Arabern in Israel
„Der Alltag ist in der Regel stärker als der Konflikt“. Das sagt der israelische Publizist Igal Avidan über das Zusammenleben von Juden und Arabern in Israel. 1962 in Tel Aviv geboren, lebt er heute in Berlin und berichtet für deutsche und israelische Medien über den Nahen Osten.
Vor dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 und dem folgenden Krieg in Gaza hat er Reportagen in einem Buch zusammengetragen, die Mut machen. Es sind Beispiele für ein gutes Miteinander trotz aller Spannungen und Konflikte. Auch nach der Eskalation der Gewalt glaubt Igal Avidan an das Potenzial für Frieden zwischen Israelis und Palästinensern.
An diesem Abend im Kulturforum Görlitzer Synagoge berichtet er mit vielen Bildern über seine Erkundungen in Israel. Als Reportagen und Porträts sind viele dieser Erlebnisse in seinem Buch gebündelt: „… und es wurde Licht. Über das Zusammenleben von Juden und Arabern in Israel“.
Igal Avidan berichtet, entgegen der üblichen Fernsehbilder, aus einer bewegten Gesellschaft, in der Juden und Araber längst ein Zusammenleben gefunden haben, das den Vorstellungen von ewigem Hass (von Politikern auf beiden Seiten gern geschürt) nicht entspricht. Eine friedliche und zugleich brüchige Co-Existenz auf dem Vulkan – davon erfährt man in diesen Reportagen aus dem Alltagsleben in Israel. Gegenseitige Pogrome sind zwar an der Tagesordnung, gegenseitige Hilfe, Solidarität, Nachbar- und Freundschaft aber auch.
Mehr Informationen und Tickets: https://kulturforum-goerlitzer-synagoge.reservix.de/tickets-vortrag-und-es-wurde-licht-igal-avidan-in-goerlitz-kulturforum-goerlitzer-synagoge-am-27-3-2025/e2372250
Eine Veranstaltung vom Kulturforum Görlitzer Synagoge mit freundlicher Unterstützung vom Förderkreis Görlitzer Synagoge e.V.
Bis 29. März, Kunstverein Dresden: Ausstellung „tedious and brief“ von Tamar Harpaz und Gili Avissar
Die Ausstellung „tedious and brief“ von Tamar Harpaz und Gili Avissar lädt zu einer besonderen Begegnung ein. Die beiden Künstler:innen aus Israel schaffen mit ihren Werken aus Stoff, Glas und Licht eine Atmosphäre der Zerbrechlichkeit und Kontemplation. Die gemeinsame Installation spiegelt die Verletzlichkeit des menschlichen Daseins wider.
Für den Kunstverein Dresden schaffen die beiden Künstler:innen neue Werke, um ihre gemeinsame Vision zu verwirklichen. (...)
Ein vielfältiges Begleitprogramm mit Podiumsdiskussionen und Workshops lädt alle Kunstinteressierte herzlich ein, sich aktiv an den Diskussionen zu beteiligen und gemeinsam über die Rolle der Kunst in unserer Gesellschaft nachzudenken.
Öffnungszeiten: Do & Fr 16 - 20 Uhr, Sa 12 - 16 Uhr und nach Vereinbarung
Finissage der Ausstellung mit Abschlusskonzert von Sagit Zur am 28. März um 19 Uhr
Mehr Informationen und Rahmenprogramm: https://www.kunstvereindresden.de/
Bis 30. März, Kulturforum Görlitzer Synagoge: Ausstellung von Helene Isolde Roßner "Wir leben"
Dieser einzigartige Porträtzyklus entstand aus intensiven Begegnungen, die während der Arbeitseinsätze der Sächsischen Israelfreunde in den Jahren 2016 und 2019 in Israel möglich wurden.
Neben praktischen Renovierungsarbeiten öffneten sich Türen zu bewegenden Gesprächen und tiefen persönlichen Verbindungen mit Holocaustüberlebenden. Besonders im Café Europa in Hadera, einem lebendigen Treffpunkt für viele Überlebende, entstanden in enger Abstimmung mit der Leitung und im Einverständnis der Porträtierten eindrucksvolle Zeichnungen.
Jedes Porträt erzählt nicht nur eine individuelle Geschichte, sondern trägt das Vermächtnis eines ganzen Lebens in sich – festgehalten mit feinem Strich, lebendigen Farben und einem tiefen Respekt vor den dargestellten Persönlichkeiten.
Winteröffnungszeiten: Freitag - Sonntag von 10 bis 16 Uhr geöffnet
Mehr Informationen unter: https://www.kulturforum-goerlitzer-synagoge.de/veranstaltungen/
31. März, 18 Uhr, Dresden: Lesung und Gespräch „Schweigen. Stille.“
Auf eine „Ernte der Verzweiflung“ traf Wassilij Grossman, als er im Jahr 1943 als Kriegskorrespondent mit der vorrückenden Roten Armee in die Ukraine kam. Drei Jahre lang war die Bevölkerung der Ukraine einem extrem gewalttätigen deutschen Besatzungsregime ausgesetzt. Über vier Millionen Zivilist:innen wurden getötet, weitere 2,4 Millionen wurden zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt. Im Herbst 1943, Kiew war noch nicht befreit, verarbeitete Grossman seine Beobachtungen in der Reportage „Ukraine ohne Juden".
1946 legte Wassili Grossman gemeinsam mit Ilja Ehrenburg „Das Schwarzbuch“ – die weltweit erste umfassende Dokumentation der Shoah vor. Doch die Erinnerung an die Shoah war in der Sowjetunion kaum möglich. So wie die Erinnerung an die enormen zivilen Opfer der deutschen Besatzung in der Ukraine in der Erinnerungskultur der BRD noch bis vor kurzer Zeit kaum Platz hatte.
Wir lesen den Text „Ukraine ohne Juden" (mit der Einleitung des Übersetzers Jürgen Zarusky) und einen Ausschnitt aus Tanja Maljartschuks Rede: „Hier ist immer Gewalt. Hier ist immer Kampf.“
Anschließend laden wir Sie zum Gespräch über die verschiedenen Geschichten von Erinnerung ein. Der deutsche Vernichtungskrieg und die Shoah prägen Erfahrungen und Beziehungen von Menschen an vielen Orten der Welt und in der Migrationsgesellschaft Deutschland bis in die Gegenwart. Zugleich erleben wir von Tag zu Tag, wie das Vermächtnis der rassistischen Entmenschlichung fortbesteht und weiter auf die Menschen einwirkt. Wie können wir diese Kontinuität unterbrechen? Wie wollen wir, die wir in Dresden gemeinsam unseren Alltag gestalten, uns unsere Geschichtsbeziehungen und Erinnerung der Zukunft vorstellen?
Eintritt frei! Verbindliche Anmeldung bitte bis 29.03.2025 unter: anmeldung@pokubi-sachsen.de (Betreff: Lesung)
Der Ort der Lesung wird bei der Anmeldung bekanntgegeben.
Mehr Informationen: https://www.dresden.de/apps_ext/IWgR/event/8e700fec-c3da-4b12-a847-7a483d38e93e
Eine Veranstaltung von der Landesarbeitsgemeinschaft politisch-kulturelle Bildung Sachsen e.V. im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus in Dresden.
Februar 2025
4. Februar, 19 Uhr, Sächsische Akademie der Künste, Dresden: Podiumsgespräch: Kunstfreiheit als Kontroverse: Jüdische Kunst und Kunst aus Israel heute
Im Januar 2025 wird die Ausstellung »tedious and brief« von Gili Avissar und Tamar Harpaz im Kunstverein Dresden eröffnet. Die beiden Künstler aus Israel schaffen in ihrer gemeinsamen Installation aus Stoff, Glas und Licht eine Atmosphäre der Zerbrechlichkeit und Kontemplation. Das Podiumsgespräch anlässlich der Ausstellung ist Teil der Veranstaltungsreihe »Jüdische Kunst heute«.
Gespräch mit Léontine Meijer-van Mensch (Stadtmuseum Rotterdam), Atalya Laufer (Künstlerin), Daniel Laufer (Künstler und Kurator Dagesh), Hili Perlson (Kunstjournalistin), Konstanze Schütze (Pädagogische Hochschule Karlsruhe) und weiteren Gästen
Um Anmeldung wird gebeten: https://www.sadk.de/programm/gastveranstaltung-kunstfreiheit-als-kontroverse-juedische-kunst-und-kunst-aus-israel-heuteVeranstaltet vom Kunstverein Dresden e.V.
6. Februar, 19:30 Uhr, Frauenkirche/Unterkirche, Dresden: Ausstellungsführung und Podiumsdiskussion: Erinnerung in Gefahr? Herausforderungen in Zeiten von Fake News, Populismus und Manipulation
Wie erinnern wir an geschichtsträchtige Ereignisse in einer Zeit, in der Fakten immer häufiger angezweifelt, verdreht oder gezielt manipuliert werden? Der zunehmende Einfluss von Fake News, populistischen Narrativen und Geschichtsrevisionismus bedroht nicht nur das kollektive Gedächtnis, sondern auch die Grundwerte unserer Demokratie.
Diese Podiumsdiskussion mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen, Erinnerungskultur, Journalismus und Politik widmet sich der Thematik, wie Erinnerungskultur heute gestaltet und verteidigt werden kann. Welche Verantwortung tragen Kunst, Medien und Politik, um historischen Wahrheiten Gehör zu verschaffen? Wie kann man die Erinnerung an die Opfer von Hass und Gewalt am besten schützen und stärken?
Führung mit dem Künstler Luigi Toscano durch die Ausstellung »Gegen das Vergessen« auf dem Neumarkt
Podiumsdiskussion mit:
Markus Engelhardt, Frauenkirchenpfarrer
Ronny Heine, Landesbeauftragter der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V. für den Freistaat Sachsen
Renate Aris, Zeitzeugin
Luigi Toscano, Fotograf und Filmemacher, Initiator der Ausstellung »Gegen das Vergessen«
Prof. Dr. Barbara Zehnpfennig, Professorin für Politische Theorie und Ideengeschichte, Universität Passau
Doreen Reinhard, Freie Journalistin
Dr. Andrea Despot, Vorstandsvorsitzende Stiftung Erinnerung Verantwortung Zukunft (EVZ)
Eine Kooperation zwischen der Stiftung Frauenkirche Dresden und dem Politischen Bildungsforum Sachsen der Konrad Adenauer Stiftung.
Mehr Informationen: https://www.frauenkirche-dresden.de/kalender/eventleser/erinnerung-in-gefahr-2844016Kooperation zwischen der Stiftung Frauenkirche Dresden und dem Politischen Bildungsforum Sachsen der Konrad Adenauer Stiftung
8. Febuar, 18 Uhr, Zentralwerk Dresden: Vortrag und Gespräch mit Dr. Ewa Koper zu ihrer Arbeit in der Gedenkstätte Bełżec
...in Englisch mit Übersetzung
Im Zuge der „Aktion Reinhardt“ wurden in den Vernichtungslagern Bełżec, Sobibor und Treblinka zwischen März 1942 und Oktober 1943 insgesamt etwa 1,5 Millionen Jüdinnen und Juden getötet. Die Täter in Bełżec waren größtenteils ehemalige Mitarbeiter der „Aktion T4“ und aus Pirna-Sonnenstein dorthin gekommen. Diese systematischen Ermordungen begannen im Vernichtungslager Bełżec und bis Dezember 1942 starben dort etwa 450 000 Menschen. Sie alle hatten eine eigene Lebensgeschichte, eine Familie, Freunde, Träume, Hoffnungen und Pläne. Dr. Ewa Koper arbeitet seit 2008 in der Gedenkstätte in Bełżec und leitet die pädagogische Abteilung. In ihrem Vortrag wird sie die Geschichte der Mordstätte nachzeichnen.
Veranstalter: HATiKVA e.V., Friedrich-Ebert-Stiftung Sachsen, Büro Dresden, Zentralwerk, Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof
Ort: Zentralwerk, Foyer des Zentralwerkes, Riesaer Str. 32
Mehr Informationen: https://hatikva.de/februar.htm#x:08.02.2025Veranstaltet von HATiKVA e.V., Friedrich-Ebert-Stiftung Sachsen, Büro Dresden, Zentralwerk, Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof
14. Februar, 18 Uhr, objekt klein a, Dresden: Audiovisuelle Installation und digitaler Rundgang zu Zwangsarbeit im Dresdner Industriegelände - Bruchstücke::Nachhall
Auf der Meschwitzstraße hallen Bruchstücke verschiedener Zeiten wider: Die Gruppe Fragmente & Frequenzen lädt zum Zuhören ein. Im Nationalsozialismus wurden dort Zwangsarbeiter:innen von der Firma Radio Mende für die Rüstungsproduktion ausgebeutet. In der DDR war der VEB Funkwerk dort ansässig.
Heute sind dieselben Hallen ein Ort lebendiger Clubkultur. Die Installation erkundet historische und klangliche Kontinuität auf dem Gelände an der Meschwitzstraße. An dem Abend gibt es eine analoge Ausstellung sowie die Eröffnung eines digitalen Rundganges. Darin wird den Spuren der Zwangsarbeitenden und Täter:innen nachgegangen. Um diesen erleben zu können, bringt bitte ein Smartphone mit Internetverbindung und Kopfhörer mit.
Geöffnet bis 22 Uhr.
Mehr Informationen: https://13februar.dresden.de/de/veranstaltungen/2025/bruchstuecke-nachhall.phpVeranstaltet von der Gruppe Fragmente & Frequenzen
16. Februar, 15 Uhr, StadtMuseum Pirna: Ausstellungseröffnung: Jedes Opfer hat einen Namen
Im Zuge der „Aktion Reinhardt“, der systematischen Vernichtung von Jüdinnen und Juden und Roma im deutsch besetzten Polen während des Zweiten Weltkriegs, wurden in den Vernichtungslagern Belzec, Sobibor und Treblinka zwischen März 1942 und Oktober 1943 insgesamt etwa 1,5 Millionen Jüdinnen und Juden getötet. Diese systematischen Ermordungen begannen im Vernichtungslager Belzec und bis Dezember 1942 starben dort etwa 450 000 Menschen. Dabei wurde sowohl Wissen als auch Personal aus der vorangegangenen „Aktion T4“, der Ermordung von Menschen mit Behinderungen und psychisch Kranken, eingesetzt.
Im Eröffnungsvortrag zur Ausstellung „Jedes Opfer hat einen Namen“ gibt Hagen Markwardt von der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein einen Überblick über die "Aktion Reinhardt" und das Vernichtungslager Bełżec. Dabei beleuchtet er deren Verbindungen zu den zentralen Krankenmorden und insbesondere zur Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein.
In Zusammenarbeit mit der sächsischen Landesarbeitsgemeinschaft Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus (sLAG) zeigen wir die vom Museum in Bełżec in Kooperation mit dem Bildungswerk Stanisław Hantz gestaltete Ausstellung „Jedes Opfer hat einen Namen“. Die Ausstellung lässt mit biografischen Skizzen und Fotografien einige der 450.000 ermordeten Menschen aus der Anonymität heraustreten und erinnert an sie.
Die Ausstellung ist vom 16. Februar bis zum 2. März im StadtMuseum Pirna zu sehen.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag/Feiertage von 10 bis 17 Uhr
Mehr Informationen: https://akubiz.de/termine/338-ausstellungser%C3%B6ffnung-jedes-opfer-hat-einen-namen/2025-02-16-15-00Kooperation zwischen AKuBiZ e.V. und der sächsischen Landesarbeitsgemeinschaft Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus (sLAG)
16. Februar, 17 Uhr, Stadtmuseum Dresden: Vorstellung der Neuausgabe des „Buch der Erinnerung“
Grußworte: Bürgermeisterin Annekatrin Klepsch, Beigeordnete der Landeshauptstadt Dresden für Kultur, Wissenschaft und Tourismus sowie von Vertreter:innen des Vorstands der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden e. V. und der Jüdischen Gemeinde zu Dresden
Podiumsdiskussion mit dem Redaktionsteam: Gabriele Atanassow, Alexander Atanassow und Pfarrer Konrad Adolph
Moderation: Dr. Nora Pester, Verlegerin Hentrich & Hentrich Verlag, Leipzig
Durch den Abend führt Dr. Sebastian Meyer-Stork, Geschäftsführer der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden e. V.
Vor genau 80 Jahren, zwischen dem 13. und 15. Februar 1945, verhinderten die alliierten Bombenangriffe auf die Stadt Dresden die Deportation der letzten, etwa 174 Juden, die bis dahin die Shoah im Versteck oder durch Flucht überlebt hatten.
Das „Buch der Erinnerung“ gedenkt der weit über zweitausend jüdischen Frauen, Kinder und Männer der Stadt Dresden und der Kreishauptmannschaft Dresden-Bautzen, welche durch die menschenverachtende Ideologie der Nationalsozialisten in den Tod getrieben wurden, durch Sklavenarbeit umgekommen sind, in Vernichtungs- und Konzentrationslager deportiert und ermordet wurden oder als verschollen gelten.
Es erinnert aber auch das Leben und Wirken der Jüdinnen und Juden vor der Zeit des Nationalsozialismus und wie sie mit ihrem großen sozialen Engagement, ihren Stiftungen, ihren kulturellen und wissenschaftlichen Leistungen maßgeblich zum Ruf Dresdens als Kulturstadt beitrugen.
Stadtmuseum Dresden, Saal, 3. Etage, Wilsdruffer Straße 2 (Zugang Landhausstraße), 01067 Dresden
Anmeldung bis 12.02.2025 unter info@cj-dresden.de
Mehr Informationen und Buchvorbestellung: https://www.hentrichhentrich.de/termin-vorstellung-der-neuausgabe-des-buch-der-erinnerung.htmlVeranstaltet vom Verlag Hentrich&Hentrich
20. Februar, 19 Uhr, Ausländerrat Dresden e.V.: Lesung: „Seit ich weiß, dass du lebst“ – In memoriam Nora Goldenbogen
„Seit ich weiß, dass Du lebst“. Dieser Satz prägte den Briefwechsel der Eltern von Nora Goldenbogen zwischen Juni und November 1946. Damals lebten sie tausende Kilometer getrennt voneinander und hatten gerade erst erfahren, dass alle beide die Shoa überlebt hatten. Der Vater, ein deutscher politischer Emigrant, und die Mutter, eine rumänische Jüdin, schlossen Ende September 1935 ihre Ehe in Bukarest. Damals galt diese Heirat als „Rassenschande“. Aufgrund einer Denunziation gerieten die beiden ins Visier der Gestapo. Der nationalsozialistische Verfolgungsapparat begann zu arbeiten…
„Dies ist die Geschichte meiner Eltern Netty und Hellmut Tulatz. Immer wieder habe ich mich während der Arbeit an diesem Buch gefragt, warum es mir so wichtig geblieben ist, ihrer Geschichte nachzuspüren und sie niederzuschreiben. Zum einen hat das sehr viel mit mir selbst zu tun. Zum anderen berührt mich schon seit längerer Zeit sehr unangenehm, wie unbarmherzig oder zumindest oberflächlich in unserem Land nicht selten die Bewertung von Lebensgeschichten erfolgt. Vielleicht kann dieses Buch dazu beitragen, das zu ändern.“ Nora Goldenbogen
Ort: Internationales Begegnungszentrum, Heinrich-Zille-Straße 6, 01219 Dresden
Mehr Informationen: https://www.auslaenderrat.de/events/seit-ich-weiss-dass-du-lebst-in-memoriam-nora-goldenbogen/Kooperation zwischen HATiKVA e.V. und Ausländerrat Dresden e.V.
20. Februar, 19:30 Uhr, Riesa Efau Dresden: Polarität und Antisemitismus in der Kunst- und Kulturlandschaft: Wie gehen wir damit um?
Es diskutieren: Nora Pester, Verlag Hentrich & Hentrich, Valentina Marcenaro Jugendkunstschule Dresden, Anja Lippe, Projektleiterin Tacheles 2026, Maren Ziese, Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen, Leon Kahane, Künstler & Forum demokratische Kultur und zeitgenössische Kunst, u.a.
Podiumsgespräch in der Motorenhalle - Projektzentrum für zeitgenössische Kunst, Wachsbleichstraße 4a, 01067 Dresden
Um vorherige Anmeldung über dieses Formular wird gebeten.Mehr Informationen und Rahmenprogramm: https://www.kunstvereindresden.de/
Veranstaltet vom Kunstverein Dresden e.V.
25. Februar, 17 Uhr, DHMD: Diskussion: "Die AfD nach den Wahlen in Ostdeutschland"
Das Wahljahr 2024 mit den Kommunal-, Europa-, und Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg war stark geprägt von der Frage der Stärke und Reichweite der Alternative für Deutschland (AfD). Die AfD wird sowohl von wissenschaftlichen Expert*innen als auch von vielen Akteur*innen der Zivilgesellschaft schon lange als rechtsextreme Partei eingeordnet. Inzwischen werden drei ostdeutsche Landesverbände der AfD auch von den Landesämtern für Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft. Die wachsende Präsenz und der Erfolg der AfD in Sachsen sind nicht isoliert zu betrachten, sondern Teil eines größeren, deutschlandweiten Trends. Dies wird sich aller Voraussicht nach auch bei den kommenden Bundestagswahlen am 23. Februar 2025 noch einmal bestätigen.
Diese Situation erfordert eine umfassende Analyse und eine koordinierte Reaktion von Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Wir laden aus diesem Grund gemeinsam mit dem Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung (HAIT) am 25. Februar 2025 zu einer Diskussionsveranstaltung ein. An diesem Abend werden wir über die Effekte der AfD im sozialen Raum und den Umgang mit der Partei, die Wahlergebnisse in den ostdeutschen Bundesländern und bei der Bundestagswahl, aktuelle Forschungsergebnisse sowie mögliche Antworten miteinander diskutieren.
Wer?
Podiumsgäste:
Prof. Dr. Fabian Virchow (Leiter des Leitung des Forschungsschwerpunktes Rechtsextremismus/Neonazismus an der Hochschule Düsseldorf)
Prof. Dr. Anja Besand (Direktorin der John-Dewey-Forschungsstelle für die Didaktik der Demokratie an der TU Dresden)
Dr. Johannes Kiess (Stellvertretender Direktor des Else-Frenkel-Brunswik-Institut an der Universität Leipzig),
Romy Arnold (Projektleitung von MOBIT – Mobile Beratung in Thüringen) und Dr. Annalena Schmidt (Aktive der Zivilgesellschaft)
Dr. Annalena Schmidt (Aktive der Zivilgesellschaft)
Moderation: Grit Hanneforth (Geschäftsführerin des Bundesverband Mobile Beratung)
Ort: Martha-Fraenkel-Saal des Deutschen Hygienemuseum Dresden
Die Zahl der Teilnehmenden für die Veranstaltung ist begrenzt. Aus diesem Grund wird um eine Voranmeldung an anmeldung@kulturbuero-sachsen.de bis spätestens zum 13.02.2025 gebeten.Veranstaltet vom Kulturbüro Sachsen e.V.