575 Einträge in der Chronik

: Dresden Innere Altstadt (Stadt Dresden)

Provokationen und Volksverhetzungen rund um PEGIDA

Rund um die PEGIDA-Demonstration auf dem Dresdner Neumarkt kam es zu Provokationen gegenüber Teilnehmer*innen der Gegenkundgebung. In zwei Fällen ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft außerdem wegen des Verdachts der Volksverhetzung.

Die erste Volksverhetzung wird im Kontext eines Infostandes der Heidenauer Wellenlänge geprüft. Unter dem Titel "Freiheit für Haverbeck" warben die Veranstalter*innen für die Freilassung von Ursula Haverbeck, die bereits mehrfach wegen Volksverhetzung und Holocaustleugnung verurteilt wurde. Zu diesem Zweck legten sie DVD's aus, auf deren Cover ein Mann den Hitlergruß zeigt, sowie Flugblätter mit volksverhetzenden Inhalten. Durch Bürger*innen informierte Polizist*innen sichteten das Material und stellten es sicher.

Im Anschluss an die polizeiliche Maßnahme begaben sich fünf Aktivist*innen und Sympathisant*innen der Heidenauer Wellenlänge, darunter auch Mitglieder der AfD, zu einer Kundgebung gegen PEGIDA. Dort stellten sie sich in die Mitte der Kundgebungsteilnehmer*innen und provozierten diese. Nach Angabe der Polizei kam es zu Rangeleien, als die unerwünschten Gäste mit Transparenten umstellt wurden. Nach Hinweisen des Ordnungsamtes reagierte die Polizei und sprach den Störer*innen Platzverweise aus.

Dies sollte nicht die letzte Störung des Gegenprotestes sein. Aufgrund der räumlichen Nähe zwischen Gegenprotest und der PEGIDA-Demonstration versuchten mehrere Teilnehmer*innen von PEGIDA, die Transparente der Gegenseite mit ausgerollten Deutschlandfahnen zu verdecken.

Auch in einem anderen Kontext fielen Teilnehmer*innen der Aufzugs von PEGIDA an diesem Tag negativ auf. Als Siegfried Däbritz während seiner Rede auf das zu diesem Zeitpunkt im Mittelmeer umherirrende und voll mit Geflüchteten besetzte Schiff Mission Lifeline zu sprechen kam, skandierten Teilnehmer*innen unter Applaus "Absaufen! Absaufen!". Nach mehreren Anzeigen, die aus dem gesamten Bundesgebiet eingingen, prüft nun die Staatsanwaltschaft, ob es sich hierbei um volksverhetzende Aussagen handelt.

Quelle: Polizei, Presse, Augezeug*innenberichte

 

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: Dresden Seevorstadt West (Stadt Dresden)

Angriff auf Reisegruppe aus China

Eine 15-köpfige Reisegruppe aus Dresdens chinesicher Partnerstadt Hangzhou reiste für einen Tagesausflug von Prag nach Dresden. Angekommen am Hauptbahnhof wurde ein 15-jähriges Mitglied der Gruppe von einem Mann attackiert und u.a. ins Gesicht geschlagen. Auf Englisch beleidigte der Täter die Reisegruppe aufgrund ihrer Herkunft. Er zerstörte außerdem das Handy des betroffenen 15-Jährigen.

Quelle: Presse

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: Dresden Löbtau (Stadt Dresden)

Hitlergruß gegen Kundgebung für die Opfer des NSU

Anlässlich der Urteilsverkündung im Prozess gegen das Terrornetzwerk "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) fanden am Mittwochabend mehrere Kundgebungen im Gedenken an die Opfer des NSU in Dresden statt. Während der Versammlung auf der Tharandter Straße versuchten mehrere Personen die Kundgebung durch Pöbeleien zu stören. Sie zeigten außerdem den Hitlergruß in Richtung der Kundgebungsteilnehmer*innen. 

Quelle: Augenzeug*inbericht

 

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: Dresden Gorbitz (Stadt Dresden)

Rassistischer Angriff auf Männer aus Eritrea

Zwei Männer aus Eritrea (21/27) waren am Mittwochabend das Ziel eines rassistischen Angriffes. Zunächst wurden sie auf dem Wölfnitzer Ring von zwei Männern aufgrund ihrer Herkunft beleidigt. Anschließend schlugen die Täter dem 21-Jährigen ins Gesicht. Alarmierte Polizist*innen konnten in der unmittelbaren Umgebung zwei Tatverdächtige im Alter von 30 und 37 Jahren stellen. Gegen sie wird nun wegen Beleidigung sowie Körperverletzung ermittelt.

Quelle: Polizei

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: Dresden Pieschen (Stadt Dresden)

Farbangriff auf Haus- und Kulturprojekt RM16

In der Nacht von Freitag auf Samstag besprühten Unbekannte gegen 2 Uhr morgens großflächig die Fassade des Haus- und Kulturprojektes RM16 mit schwarzer Farbe. Ein Grund für den Angriff könnte ein sich am Haus befindliches Transparent für den Verein Mission Lifeline e.V. sein. Der Dresdner Verein, der Einsätze zur Seenotrettung von Geflüchteten im Mittelmeer durchführt, ist in letzter Zeit vermehrt rechten Anfeindungen und Verleumdungen ausgesetzt.

Quelle: Betroffenenbericht

 

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: Dresden Gorbitz (Stadt Dresden)

Jugendliche in Straßenbahn beleidigt und geschlagen

Am Sonntagabend beleidigten zwei Männer im Alter von 31 und 37 Jahren in der Straßenbahnlinie 2 vier 11- bis 14-jährige Jungen, darunter zwei Jugendliche aus Afghanistan, mit zum Teil ausländerfeindlichen Sprüchen. Als die Straßenbahn die Haltestelle Burgkstraße erreichte, eskalierte die Situation. Einer der Männer ging auf den 11-jähirgen Jungen aus Afghanistan los und schlug ihm gegen den Kopf. Der Junge erlitt dabei eine blutende Nase. Alarmierte Polizist*innen stellten die Personalien der Beteiligten fest und leiteten ein Verfahren wegen Körperverletzung ein. Darüber hinaus berichten Augenzeug*innen, die nach der Tat die betroffenen Jugendlichen an der Haltestelle unterstützten, dass sie von mehreren Fahrgästen der Straßenbahn angebrüllt und eingeschüchtert wurden.

Quelle: Polizei, Presse, Augenzeug*inbericht

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: Dresden Trachenberge (Stadt Dresden)

Rollstuhlfahrer attackiert

Am Montagabend gegen 22:45 Uhr wurde ein 39-jähriger Rollstuhlfahrer Ziel eines Angriffs. Zwei Unbekannte stießen den Mann samt seines Rollstuhls um, als er sich in einem Park auf der Hubertusstraße befand. Der Rollstuhlfahrer erlitt dadurch Verletzungen.

Quelle: Polizei, Presse

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: Dresden Löbtau (Stadt Dresden)

Rechte Schmiererein gegen Stadtteilwoche

Kurz vor dem Abschluss der von Anwohner*innen organisierten Veranstaltungsreihe "Löbtaus krasse Woche", die am 23. Juni mit einer Tanzdemo zu Ende ging, wurden rund um den Veranstaltungsort rechte Graffitis gesprüht. Die Unbekannten schmierten dabei unter anderem Keltenkreuze sowie das Logo der Identitären Bewegung auf Verantsatlungsplakate. Zudem verklebten sie Sticker der Identitären Bewegung und der Jugendorganisation der AfD, Junge Alternative. Dank aufmerksamer Anwohner*innen konnten zumindest die Aufkleber innerhalb weniger Stunden entfernt werden.

Quelle: Augenzeug*inbericht

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: Dresden Albertstadt (Stadt Dresden)

Hakenkreuze geschmiert

Auf der Melitta-Bentz-Straße schmierten Unbekannte mit roter Farbe zwei 30 mal 30 Zentimeter große Hakenkreuze an den Pfeiler einer Fußgängerbrücke.

Quelle: Polizei

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: Dresden Seevorstadt (Stadt Dresden)

Rassistischer Angriff auf Pärchen

Ein Pärchen im Alter von 21 und 24 Jahren wurde am Donnerstagabend Ziel eines rassistischen Angriffs. Die beiden bewegten sich gegen 20 Uhr im Bereich des Friedrich-List-Platzes, als zwei Männern im Alter von 17 und 47 Jahren sie unvermittelt wegen ihres "asiatischen" Aussehens beleidgten und den 24-Jährigen mit einer Flasche angriffen und verletzten. Ein 39-jähriger Passant, der dem Pärchen helfen wollte, wurde ebenfalls von dem Duo attackiert. Alarmierte Polizist*innen konnten die Täter wenig später stoppen und nahmen sie vorläufig fest. Die weiteren Ermittlungen übernimmt die Kriminalpolizei.

Quelle: Polizei, Presse

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