284 Einträge in der Chronik

: Bielatal (Sächsische Schweiz-Osterzgebirge)

Trotz Verbots versammeln sich rund 50 junge Leute aus dem rechten Umfeld an und in der Brausensteiner Mühle

Mittwochabend am rechten Szenetreff Brausensteiner Mühle in Bielatal: Knapp 20 Autos säumen die Straße - mit Pirnaer, Dresdner und Zittauer Kennzeichen. [...] Als gegen 21.30 Uhr ein Streifenwagen mit zwei Polizisten eintrifft, ist ein Großteil der Autos schon wieder verschwunden. Auf dem Hof der Brausensteiner Mühle stehen noch ein paar junge Männer beisammen [...].

Bekennerschreiben ans Amt

Laut Polizei wurden keine strafbaren Handlungen festgestellt. Trotzdem könnte das Treffen Folgen haben. Denn vor Pfingsten hat das Landratsamt gegen den Eigentümer einen Baustopp verhängt und ihm die Nutzung (nicht das Betreten) des Hauptgebaüdes untersagt - wegen fehlender Baugenehmigung. Inwieweit die Jugendlichen am Mittwoch dagegen verstoßen haben, prüft laut zuständigem Beigeordneten Helmut Verdang (CDU) das Amt. Falls ein Verstoß vorliegt, droht dem Eigentümer, Heino Janßen aus Norddeutschland, ein empfindliches Zwangsgeld.
Mit dem Baustopp hängt nach neuesten Erkenntnissen auch der Zwischenfall am 31. Mai im Pirnaer Landratsamt zusammen [...]. Drei Jugendliche grölten auf den Gängen des Bauamtes und verstreuten Schnipsel mit der Aufschrift "Wollt Ihr uns diskriminieren, so lehren wir Euch Manieren".

Mittlerweile ist im Landratsamt eine Art Bekennerschreiben per Fax aus München eingegangen. "Da es sich bei der Brausensteiner Mühle um ein Privatobjekt handelt, kommt dieser behördliche Erlass einer Enteignung gleich", heißt es in dem Schreiben, dass der SZ vorliegt. Endgültig der Beweis auf die Freie Offensive am Ende deutet auf die Herkunft des Papieres aus der rechten Szene.

sz-online

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: CDU fordert Rücktritt vom Chef des Tourismusvereins (Sächsische Schweiz-Osterzgebirge)

Pirna. Ivo Teichmann, Chef des Tourismusvereins Elbsandsteingebirge, gerät immer mehr unter Druck. Jetzt fordert ihn die CDU-Kreistagsfraktion laut ihrem Vorsitzenden Mike Ruckh zum Rücktritt auf. Weil er und der Vorstand weiter zur Vereinsmitgliedschaft von NPD-Kreisgeschäftsführerin Carmen Steglich stehen. Mit seinem Verhalten, so Ruckh, richte Teichmann, der auch SPD-Kreisrat ist, großen Schaden für das Reiseziel Sächsische Schweiz an.

sz-online

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: Pirna (Sächsische Schweiz-Osterzgebirge)

Neustädter bei Razzia mit verfassungsfeindlichen Symbolen ertappt

"Ja, das war mein Ring, und ich habe ihn auch getragen" - Rico M. bestätigt so den Vorwurf der Staatsanwaltschaft. M. war am 29. November 2003 bei einer Polizeikontrolle im "Pankower Bär", einer Billardkneipe in Berlin, damit aufgefallen. Der silberne Ring zeigt neben SS-Totenkopf auch Hakenkreuz und Sig-Rune - allesamt verbotene Nazi-Symbole. Über die Herkunft des Himmler-Rings kann der damals 19-Jährige keine Angaben machen, er "sammelt so was privat zu Hause". Auf die kurze Frage von Richter Jürgen Uhlig, ob er wisse, was die Symbole zu bedeuten hätten, antwortet M., jetzt wisse er schon etwas von deren historischer Bedeutung.

Zwei Berliner Polizisten sagen in Pirna am Gericht als Zeugen aus und beschreiben die Kontrolle, eine Mammut-Aktion, bei der 127 Männer und Frauen überprüft wurden. Ein riesiges Polizeiaufgebot von 250 Beamten sprengte damals das Jahrestreffen der rechtsextremistischen "Hammerskins", der "Ultra-Elite der rechtsextremistischen Skinheads".

So begründete seinerzeit Michael Knape von der Berliner Polizei gegenüber dem "Tagesspiegel" den Anlass für die Razzia. Eine Strafe bekommt Rico M. für das Tragen des Rings vom Pirnaer Gericht nicht, außer dass er selbigen nicht wiederbekommt. So lässt es das Gesetz ausdrücklich zu. Hintergrund ist auch, dass er eine Verurteilung wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu erwarten hat: Vor einem Jahr schlug der Neustädter im Sebnitzer Ortsteil Hertigswalde einem Mädchen mit der Faust ins Gesicht.

sz-online

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: Dippoldiswalde (Sächsische Schweiz-Osterzgebirge)

Auf der Suche nach einem 16-jährigen Mädchen, dass in einem Kinderheim vermisst wurde, fuhren Polizeibeamte zu einer Wohnung in Dipps. Dort trafen sie die junge Frau an. Beim Eintreffen in der Wohnung schrie ein alkoholisierter 16-Jähriger "Sieg Heil", "Heil Hitler" und hob dazu den rechten Arm zum "Hitlergruß". Außerdem warf der Jugendliche mit einem spitzen Gegenstand nach einem Beamten, der dabei verletzt wurde. Die Polizei nahm den Täter vorübergehend in Gewahrsam und fertigte Strafanzeigen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Polizei Sachsen

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: Friedrichswalde-Ottendorf (Sächsische Schweiz-Osterzgebirge)

Polizeieinsatz zur Auflösung einer Musikveranstaltung der rechten Szene

Die Polizei hat im Jugendclub von Friedrichswalde-Ottendorf ein Skinheadkonzert aufgelöst. Nach Angaben von Polizeisprecher Wolfgang Kießling hatten sich rund 250 Rechtsradikale aus dem gesamten Freistaat Sachsen, Berlin, Brandenburg sowie vereinzelt aus Bayern und Sachsen-Anhalt in dem Jugendclub versammelt.
Die zuständige Bürgermeisterin erteilte allen Teilnehmern ein Hausverbot, da die Art und der Charakter dieser Veranstaltung sowie die Anzahl der Besucher nicht mit den Grundsätzen des Jugendclubs übereinstimmte.
Laut Kießling erfolgte anschließend die mehrfache Aufforderung an die Teilnehmer, mit einer angemessenen Frist, diesen Veranstaltungsort zu verlassen. Ein Großteil der Besucher folgte dieser Aufforderung. Ungefähr 50 Personen verblieben im Jugendclub.

Nach Ablauf der Frist erfolgte die Räumung dieser Personen aus dem Objekt. Dabei kam es aus dieser Gruppierung heraus zu massiven Angriffen auf die eingesetzten Beamten. So wurden u.a. leere Bierflaschen nach ihnen geworfen, so dass diese gezwungen waren Reizgas und körperliche Zwangsmaßnahmen einzusetzen. Gegen 05.30 Uhr war der Jugendklub leer.

Gegenwärtig laufen umfangreiche Ermittlungen zu Widerstandshandlungen gegenüber Vollstreckungsbeamten.

DNN

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: Lohmen (Sächsische Schweiz-Osterzgebirge)

Auf einem Grundstück an der Daubaer Straße hat die Polizei eine Veranstaltung beendet, bei der rechte Musik gespielt worden ist. Die Beamten wurden gegen 1.30 Uhr von Zeugen auf die Ruhestörung aufmerksam gemacht. Als zwei Beamte den Hof betreten wollten, wurden sie von mehreren Personen bedrängt und leicht verletzt. Diese Personen beschädigten auch einen Streifenwagen. Die Beamten nahmen die drei 25 und 26 Jahre alten Männer fest und notierten die Personalien von 13 weiteren Tatverdächtigen. Acht selbst gebrannte CDs wurden beschlagnahmt.

DNN

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: Pirna (Sächsische Schweiz-Osterzgebirge)

Ein Passant informierte die Polizei, dass im Bereich der Roßmäßlerstraße/An der Brückmühle offenbar ein großes Hakenkreuz auf die Fahrbahn geschmiert wurde. Der Sachverhalt bestätigte sich. Unbekannte Täter hatten mit einer ölhaltigen Flüssigkeit ein ca. 4x4 Meter großes Hakenkreuz mitten auf die Kreuzung gemalt.

Polizei Sachsen

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: Beerwalde (Sächsische Schweiz-Osterzgebirge)

In Beerwalde kam es am Rand eines Zeltlagers von Jugendfeuerwehren zu einer Rangelei mit Jugendlichen, möglicherweise aus der rechten Szene.

SZ

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: Freital (Sächsische Schweiz-Osterzgebirge)

In Freital-Wurgwitz wurde ein Fest vorzeitig beendet, weil Konflikte mit Rechten befürchtet wurden.

SZ

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: Pirna (Sächsische Schweiz-Osterzgebirge)

Heilbronner Schüler als Juden beschimpft

Ein Vorfall mit fremdenfeindlichem Hintergrund ereignete sich am Montagabend in Pirna-Copitz. Schüler aus Heilbronn befanden sich nach einer Besichtigungstour durch die Stadt auf dem Heimweg. Wie Polizeisprecher Wolfgang Kießling mitteilt, kam es dabei mit einer Gruppe Pirnaer Jugendlicher zu verbalen Auseinandersetzungen. Diese hätten dazu geführt, dass ein Radfahrer aus Pirna einen Heilbronner Schüler trat. In dessen Folge gab es eine Rangelei zwischen beiden Gruppen. Die Heilbronner seien als Juden beschimpft worden.

Kurze Zeit später, so Kießling, beleidigte die gleiche Tätergruppe weitere Schüler aus Heilbronn. Die sofort eingeleitete Fahndung der Polizei führte später zum Erfolg. Ein 17-jähriger Pirnaer konnte vorläufig festgenommen werden. Der Staatsschutz ermittelt jedoch weiter.

SZ

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