Aktuelles zum Prozess gegen die "Gruppe Freital"

30. Juni 2017: 34. Verhandlungstag

Der letzte Prozesstag vor der Sommerpause! Im Zentrum steht heute die Aussage des Kriminalhauptkommissars Pe., der zur USBV-Gruppe des LKA gehört und den PKW des Linken-Stadtrats Richter nach dem Anschlag untersucht hat. Fortgesetzt wird die Verhandlung am 31. Juli 2017.

Weiterlesen …

28. Juni 2017: 33. Verhandlungstag

Noch einmal nimmt KHK M. als Zeuge vor Gericht Platz, beantwortet einige wenige Fragen insbesondere zur Auswertung von beschlagnahmten Datenträgern und wird dann entlassen. Der kurze Prozesstag schließt mit einem ausführlichen Antrag aus der Reihe der Nebenklage. Darin wird ein rechtlicher Hinweis durch das Gericht beantragt, dass im Fall Overbeckstraße auch eine Verurteilung nach versuchtem Mord in Betracht zu ziehen ist.

Weiterlesen …

27. Juni 2017: 32. Verhandlungstag

Der Ermittler der EG Deuben KHK M. berichtet heute über den USB-Stick, auf dem sich Anleitungen zum Bombenbau befunden haben sollen. Deutlich wird, dass die Untersuchung des Sticks offenbar nicht ausreichend gründlich erfolgt ist. Dann schildert der Beamte die Wirren um den Zeugen Torsten L., dem von der Staatsanwaltschaft Vertraulichkeit zugesichert wurde. Unverblümt berichtet er auch zum Gang der Ermittlungen. Der Beamte kritisiert deutlich die Generalstaatsanwaltschaft Dresden, die die Anregungen zu einem Strukturermittlungsverfahren immer wieder abgelehnt habe, obwohl die Struktur »klar erkennbar« gewesen sei.

Weiterlesen …

23. Juni 2017: 31. Verhandlungstag

Heute schildert KHK M. seine Erinnerungen zu den Vernehmungen von Philipp W. und Maria K., sowie seine Auswertung von Asservaten aus zwei Wohnungsdurchsuchungen. Zum Abschluss des Prozesstages greift das Gericht Fragen der Nebenklage auf und stellt diese und weitere Fragen dem Angeklagten Patrick F.

Weiterlesen …

21. Juni 2017: 30. Verhandlungstag

Zwei Polizeibeamte berichten heute zu verschiedenen Sachverhalten. Zunächst wird ein Beamter der USBV-Gruppe nochmals zur Tatortsituation in der Asylunterkunft an der Bahnhofstraße befragt. Von besonderem Interesse ist die Frage, ob das angegriffene Küchenfenster angekippt gewesen sein könnte, so wie Patrick F. es behauptet hat. Dann berichtet der LKA-Ermittler M. über die Auswertung des Mobiltelefons von Timo S. und von den Beschuldigtenvernehmungen der Angeklagten Mike S. und Patrick F. - zu zweiter hat insbesondere die Nebenklage zahlreiche Nachfragen.

Weiterlesen …

20. Juni 2017: 29. Verhandlungstag

Nach der abschließenden Befragung des BKA-Sachverständigen zu den Sprengversuchen, folgt als nächstes das dazugehörige rechtsmedizinische Gutachten. Erstellt hat das der Kölner Rechtsmediziner Markus Rothschild, der in seinem Vortrag deutlich macht, dass die Splitterwirkung in Folge der Explosionen erhebliche, zum Teil potentiell tödliche Verletzungen herbeiführen kann. Dass dies nicht geschehen ist, habe auch mit »glücklichen Umständen« zu tun.

Weiterlesen …

14. Juni 2017: 28. Verhandlungstag

Der BKA-Sachverständige Forster stellt am heutigen Verhandlungstag den Aufbau, den Ablauf und die Ergebnisse von Sprengversuchen dar, die unternommen wurden, um die Anschläge Bahnhofstraße und Wilsdruffer Straße zu rekonstruieren. Im Fall der Wilsdruffer Straße haben die BKA-Mitarbeiter jedoch keine Cobra-12-Sprengkörper eingesetzt, womit anzunehmen ist, dass das Gutachten lediglich den Minimalschaden aufzeigt.

Weiterlesen …

13. Juni 2017: 27. Verhandlungstag

Neben einem Polizisten, der in Freital an den Ermittlungen zum Anschlag Bahnhofstraße und Parteibüro beteiligt war, sagen heute mehrere Zeugen zum Angriff Overbeckstraße aus. Herausragend ist dabei der Bericht des Einsatzleiters, der für die kriminalistische Aufarbeitung vor Ort zuständig war. Seine häufigste Antwort lautet: »Ich weiß es nicht mehr«. Trotz Erinnerungslücken wird deutlich, dass der Hauptkommissar nur nachlässig ermittelt hat und wichtiges Spurenmaterial gar nicht erst gesichert wurde. Eine besondere Bedeutung hat er der Tat offenbar nicht beigemessen.

Weiterlesen …

2. Juni 2017: 26. Verhandlungstag

Vier Zeugen werden heute vernommen: Ein Nachbar berichtet über den Angriff auf das alternative Wohnprojekt in der Overbeckstraße im Oktober 2015. Außerdem wird eine Polizistin vernommen, die nach dem Anschlag Wilsdruffer Straße zuerst am Tatort war. Zwei weitere Zeugen aus Freital geben nur ihrer Personalien an und berufen sich auf ihr Zeugnisverweigerungsrecht.

Weiterlesen …

31. Mai 2017: 25. Verhandlungstag

Drei Zeugen stehen heute auf dem Programm: Ein Ermittler der USBV-Gruppe des LKA Sachsen berichtet über seine Ermittlungen zu den verwendeten Sprengkörpern beim Anschlag Wilsdruffer Straße. Zum selben Tatkomplex wird außerdem ein Mieter des Hauses vernommen, dann folgt die Befragung eines Eritreers zum Anschlag Bahnhofstraße. Vielsagend über Vorurteilsstrukturen sind dabei die abschließenden Fragen einiger Verteidiger, die bei PoC offenbar Kenntnisse über Drogen voraussetzen.

Weiterlesen …