Die folgende Chronik informiert über rechtsmotivierte und rassistische Aktivitäten in Sachsen. Genannt werden nicht nur Übergriffe, sondern auch Propagandadelikte und Veranstaltungen wie Demonstrationen und Konzerte. Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Da sich Betroffene oft aus Angst vor weiteren Einschüchterungen weder an die Polizei noch an die Beratungsstellen wenden, gehen wir von einer hohen Dunkelziffer aus. Nicht gelistet werden Übergriffe, von denen wir zwar Kenntnis erlangt haben, die aber aus Gründen der Vertraulichkeit nicht veröffentlicht werden.  Die Vorfälle können nach Landkreisen gefiltert betrachtet werden.

3772 Einträge in der gesamten Chronik

: Leipzig (Stadt Leipzig)

Taxifahrer rassistisch beleidigt

Mehrere, sich zum Teil unbekannte Personen, fuhren am späten Abend in einem Sammeltaxi durch Leipzig. Einer der Mitfahrenden war einer offensichtlich Minderjährigen gegenüber jedoch so aufdringlich, dass der Fahrer des Taxis einschritt. Der Fahrer mit arabischem Namen wurde daraufhin rassistisch beleidigt und gegenüber des Mädchens wurde geäußert, sie solle sich von dem "Musel" nicht vergewaltigen lassen. 

Quelle: Augenzeug_innen, Betroffene_r

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: Chemnitz/ Furth (Stadt Chemnitz)

In einem Geschäft im Chemnitzer Ortsteil Furth rief eine 40-jährige Frau faschistische Parolen. Die alarmierte Polizei sprach der Frau einen Platzverweis aus und nahm Anzeige wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen auf.


Quelle: PD Chemnitz

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: Chemnitz/ Sonnenberg (Stadt Chemnitz)

An die Fassade eines Hauses auf der Sebastian-Bach-Straße, ist ein weißes 10cm großes Hakenkreuz gesprüht wurden. Die Ermittlungen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wurden aufgenommen.

Quelle: PD Chemnitz

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: Dresden Pieschen (Stadt Dresden)

Plakate von Mordopfern des NSU zerschnitten

Am frühen Sonntagmorgen begaben sich zwei Männer an die Fassade des Wohn- und Kulturprojektes RM16 und zerschnitten mit einem Messer mehrere Plakate, die an die Mordopfer des NSU erinnern. Nachdem die Männer aus einem Fenster des Hauses aufgefordert wurden, ihr Handeln zu unterlassen, zündeten sie ein weiteres Plakat, das sich von der Hauswand gelöst hatte, mit einem Feuerzeug an und entfernten sich vom Haus.

Quelle: Meldeformular

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: Leipzig - Grünau (Stadt Leipzig)

Erneut Angriff auf Abgeordnetenbüro

Schon zum zweiten Mal wurde in diesem Jahr ein Büro des Bundestagsabgeordneten Sören Pellmann (Die LINKE) angegriffen. Er selbst teilte ein Bild von einer vermutlich durch Steinwürfe zerstörten Scheibe und schreibt dazu, dass ihn auch der neuerliche Angriff nicht einschüchtere und er sich weiter für eine "bunte und demokratische Stadt" einsetzen werde. 

Quelle: Betroffener

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