Die folgende Chronik informiert über rechtsmotivierte und rassistische Aktivitäten in Sachsen. Genannt werden nicht nur Übergriffe, sondern auch Propagandadelikte und Veranstaltungen wie Demonstrationen und Konzerte. Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Da sich Betroffene oft aus Angst vor weiteren Einschüchterungen weder an die Polizei noch an die Beratungsstellen wenden, gehen wir von einer hohen Dunkelziffer aus. Nicht gelistet werden Übergriffe, von denen wir zwar Kenntnis erlangt haben, die aber aus Gründen der Vertraulichkeit nicht veröffentlicht werden.  Die Vorfälle können nach Landkreisen gefiltert betrachtet werden.

3824 Einträge in der gesamten Chronik

: Borna (LK Leipzig)

Sachbeschädigung Asia-Imbiss

In der Nacht zum 07. April 2007 richteten mehrere junge Männer ihre Aggressionen gegen einen Asia-Imbiss in Borna-Nord.

Polizei Sachsen

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: Dresden (Stadt Dresden)

Unbekannte besprühten einen Altkleidercontainer an der Lukasstraße mit einem Bildnis von Horst Wessel. (Er schrieb den Text zum Horst-Wessel-Lied, offizielle Parteihymne der NSDAP)

Polizei Sachsen

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: Borna (LK Leipzig)

Am Samstag, den 24.03.07, wurde in Borna die Gedenkstätte für ausschließlich deutsche Opfer des 2. Weltkrieges in der Röthaer Straße in Borna eröffnet. Ein Ort, an dem unter dem Schleier des Gedenkens deutscher Leidtragender, Täter zu unschuldigen Opfern erklärt werden. Als Reaktion wurde zu einer friedlichen Mahnwache aufgerufen. Diese Mahnwache, die aus 8 Personen bestand, wurde von ca. 50 teilweise vermummten Rechtsradikalen umstellt, beschimpft und bedroht. Erst nachdem die Rechten eine Teilnehmerin der Mahnwache geschlagen und mehrmals auf die Vermummung der pöbelnden Angreifer hingewiesen wurde, nahmen die Sicherheitskräfte von einigen Neo-Nazis die Personalien auf. Gleichzeitig wurde aber für die Angehörigen der Mahnwache ein Platzverweis für die Stadt Borna ausgesprochen, da man deren Sicherheit nicht mehr gewährleisten konnte.

Bon Courage i.G.

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: Schneeberg (Erzgebirgskreis)

Nachdem eine Gruppe von fünf Personen die Schneeberger Kneipe "Ritterklause" passiert, stürmen ca. 30 Neonazis aus dieser heraus. Sie schreien u.a. "rennt um eurer Leben Ihr Judenschweine", reisen Zaunslatten heraus und jagen die fünfköpfige Gruppe. Einer der Verfolgten wird körperlich angegriffen und erleidet einen schweren Nasenbruch.

Augenzeuge

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: Schkeuditz (Nordsachsen)

Es ist traurig - Mit ja als Vorwand für Neonaziumzug in Scheuditz

... über 200 Neonazis und rund linksautonome sorgten in der Kleinstadt für einen Ausnahmezustand. Der bekannte Delitzscher Rechtsextreme Maik Scheffler hatte eine Demonstration angemeldet - vorgeblich im Namen missbrauchter und getöteter Kinder. Schon vorher hatten so genannte Freie Kameradschaften versucht den Fall Mitja für sich zu vereinnahmen. Bereits ab 18:00 Uhr mussten die Polizeikräfte linksautonome Gegendemonstranten, die größtenteils von außerhalb angereist waren, in Schach halten. Teilweise spielten sich auf den Straßen und angrenzenden Grünanlagen regelrechte Jagdszenen ab. "Es ist traurig, was heute hier passiert ist", meinte die Delitzscher Ordnungsdezernentin Angelika Stoye. "Das Thema hat eine andere Öffentlichkeit verdient, stattdessen haben es eindeutig Rechtsradikale besetzt. Der Fall Mitja war für sie nur die äußere Hülle."

LVZ

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