Die folgende Chronik informiert über rechtsmotivierte und rassistische Aktivitäten in Sachsen. Genannt werden nicht nur Übergriffe, sondern auch Propagandadelikte und Veranstaltungen wie Demonstrationen und Konzerte. Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Da sich Betroffene oft aus Angst vor weiteren Einschüchterungen weder an die Polizei noch an die Beratungsstellen wenden, gehen wir von einer hohen Dunkelziffer aus. Nicht gelistet werden Übergriffe, von denen wir zwar Kenntnis erlangt haben, die aber aus Gründen der Vertraulichkeit nicht veröffentlicht werden.  Die Vorfälle können nach Landkreisen gefiltert betrachtet werden.

3762 Einträge in der gesamten Chronik

: Freiberg (Mittelsachsen)

Angriff auf afghanischen Bürger

Am späten Abend des 12.09.07 war der 32-jährige Mann auf seinem Fahrrad auf der Brander Straße unterwegs, als ihn kurz vor halb 11 vier junge Männer tätlich angriffen und beschimpften, dabei fielen auch ausländerfeindliche Äußerungen. Dann ließen sie von den Betroffenen ab. Der Mann blieb weitesgehend unverletzt. Die Täter konnten leider nicht näher beschrieben werden. Alle 4 trugen dunkle Bekleidung, einer einen Kapuzenpullover und einer Glatze. Hinweise bitte an die Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge: 03 71/38 72 319

Polizei Sachsen, Kooperationspartner

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: Brand-Erbisdorf/ Gränitz (Mittelsachsen)

Neonazis scheitern am Widerstand von Stadt und Landratsamt

Am massiven Widerstand von Stadt und Landratsamt sind Neonazis am Wochenende im Brand-Erbisdorfer Stadtteil Gränitz gescheitert. Der von Ex-NDP-Chef Günter Deckert geplante Musikabend im alten Gränitzer Gasthof mit Bands aus rechtsradikalen Kreisen fand nicht statt, wie die Polizei bestätigte.

Sie war an beiden Tagen vor Ort mit mehreren Einsatzwagen präsent. „Deckert hat sich an die Verbote gehalten“, konstatierte Jürgen Kittel, Chef des Polizeieinsatzes. „Wir haben alle uns zur Verfügung stehenden Mittel ausgereizt, um verfassungsfeindliche Aktionen zu verhindern“, zeigte sich Landrat Volker Uhlig (CDU) erleichtert. Auch künftig würden die Behörden im Kreis Freiberg und Kommunen gemeinsam wachsam sein: „Das Schmuddelimage einer Nazihochburg wird es hier nicht geben.“ Das Landratsamt hatte Deckert hohe Geldstrafen angedroht, falls er gegen Verbote verstoße.

freiepresse

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: Wolkenstein (Erzgebirgskreis)

SS-Runen und Hakenkreuz 

Unbekannte Täter haben am Wochenende in Wolkenstein ein Auto und eine Hauswand mit Nazisymbolen beschmiert. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, wurde in der Nacht zum Samstag eine komplette Fahrzeugseite mit SS-Runen und einem Hakenkreuz besprüht. Auch die Wand des Hauses, vor dem das Auto stand, wurde beschmiert. Die Polizei ermittelt wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Zur Aufklärung der Straftat werden Zeugen gesucht.(dpp)

Freie Presse

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: Dresden (Stadt Dresden)

Neonazi muss Haftstrafe antreten

Ein ehemaliger Anführer der verbotenen rechtsextremen Vereinigung "Skinheads Sächsische Schweiz" muss eine 2003 vom Gericht angedrohte 2-jährige Freiheitsstrafe absitzen. Das Bewährungsurteil sei widerrufen worden, teilte die Staatsanwaltschaft Dresden mit. Der 33-jährige Thomas S. war 2006 zu weiteren 8 Monaten Haft verurteilt worden, weil er die 2001 verbotene Organisation mit weitergeführt hat.(dpa)

SZ

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: Großschirma (Mittelsachsen)

Mopedfahrer markieren Hakenkreuz in Maisfeld

Drei Männer habe in einem Maisfeld in der Region Freiberg ein 20 mal 20 Meter großes Hakenkreuz markiert. Laut Polizei hatten die mit ihren Mopeds die Pflanzen in Form des Hakenkreuzes niedergefahren. Ein 29-jähriger Tatverdächtiger konnte gefasst werden, nach den Anderen wird gefahndet.

sz

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