Wurzen

Angriff auf Wohnhaus von Geflüchteten mit mehreren Verletzten

Im Wurzen greifen rechte Jugendliche ein von Migrant_innen bewohntes Haus an. 30 dunkel gekleidete Personen sind am Freitagabend vor ein Wohnhaus, in dem mehrere Geflüchtete und Migrant_innen wohnen, gezogen. Die Eingangstür wird mit einem schweren Steinbrocken eingeworfen, danach stürmen vier Personen mit Sturmhauben in das Treppenhaus. Im dritten Stock zerstören Sie die Wohnungstür und dringen in die Wohnung ein. Hier bedrohen Sie die Bewohner_innen. Treten einer Person in den Bauch. Als diese zu Boden geht, folgt ein Tritt aufs Handgelenk. Ein Mann mit einer Holzstange schlägt auf den Oberarm. Als die Polizei draußen anrückt, fliehen die Angreifer. Auch Geflüchtete in den oberen Stockwerken wurden verprügelt.

Vor dem Angriff soll es laut Polizeibericht eine "wohl noch rein verbal[e]" Auseinandersetzung zwischen "Ausländern" und deutschen Jugendlichen im Stadtpark gegeben haben. Die "Ausländer" hätten sich darauf in ihr Wohnhaus zurückgezogen. Zwei Deutsche hätten dort die Haustür beschädigt. Darauf seien ihnen einige Migranten gefolgt und wiederum auf die große Gruppe getroffen. Die habe Sie zurück zur Unterkunft gejagt, worauf zwölf Bewohner mit Messern und Knüppeln die Verfolger angriffen – die dann das Haus stürmten. Das Resultat: ein 16- und 21-jähriger Deutscher mit Messerstichen am Oberschenkel und drei verletzte Geflüchtete.

Im Nachgang der Ereignisse kam es in Wurzen zu einer rechten Kundgebung und bei einer antifaschtistischen Demonstration in der folgenden Woche zu massiven Bedrohung durch bewaffnete Neonazis.

 

Quelle: LVZ, TAZ, Neues Deutschland, Pressebericht der Polizei

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