Wurzen

Massive Bedrohung mit Messern, Baseball-Schlägern und CS-Gas

Am Rand einer antifaschistischen Kundgebung unter dem Motto "Solidarität mit allen Betroffenen rassistischer und rechter Gewalt" in Wurzen drohen mehrere Neonazis Demonstrant_innen als auch Journalist_innen mit dem Tod.

Die Gruppe der Neonazis hielt sich offenbar auf dem Grundstück einer Werkstatt, welche der rechten Szene zu gerechnet wird, auf. Vorher hatten Sie und weitere Neonazis mehrfach versucht die Kundgebung zu stören. Als Sie bemerkten, dass sich Journalist_innen dem Grundstück näherten, stürmten bis zu sieben Neonazis vermummt mit Baseballschläger, Telescopschlägern, CS-Gas und einem langen Messer auf die Straße. Fünfzig Meter jagten die Neonazis hinter den Journalist_innen her.  Als Gegendemonstrant_innen und Polizist_innen auf die Straße einbogen, zogen sich die Angreifer vorerst zurück. Der Fotojournalist Sören Kohlhuber sagte der LVZ „eine Person mit blauer Jacke und Messer nahm es an seinen Hals und machte zu mir eine Halsabschneide-Gestik."

Von dem Angriff selbst erfuhr die Polizei nach eigenem Bekunden erst aus den sozialen Netzwerken. Als Polizist_innen eintrafen, versteckten die Neonazis ihre Waffen in dem Gebäude. Zehn Beamte sprachen mit den Neonazis, betraten kurz darauf die Werkstatt. Waffen finden Sie keine.

Nach MDR und LVZ Informationen wurde am Montag nun Strafanzeige gegen eine Person wegen Verdachts auf Verstoß gegen das Waffengesetzt, jedoch nicht wegen Bedrohung und Nötigung erstattet. Zusätzlich hat nun auch das Terrorismus und Extremismusabwehrzentrum (PTAZ) die Ermittlungen gegen die Gruppe der Neonazis aufgenommen.

Quelle: Twitter, MDR, LVZ

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