327 Einträge in der Chronik

: Leipzig-Liebertwolkwitz (Stadt Leipzig)

Neonazi-Sticker in Liebertwolkwitz

Im Leipziger Stadtteil Liebertwolkwitz wurde um das Wochenende herum in großem Ausmaß neonazistische Propaganda verklebt. In der Bornaer Straße sowie an der Straße "Zum Wasserturm" klebten am Montag etwa 15 DIN-A5-große Sticker der JN mit der Parole "Nationaler Sozialismus jetzt". In Meusdorf wurden gleichartige Aufkleber auf dem Schwarzenbergweg verklebt. Bereits am Vorabend sind im Bereich Günzstraße sowie Papiermühlstraße jeweils etwa 40 Sticker von verschiedenen neonazistischen Organisationen, Kampagnen und Versandhandeln bemerkt worden.

Quelle: Chronik.LE

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: Leipzig-Neustadt-Neuschönefeld (Stadt Leipzig)

Antisemitische Graffiti auf der Eisenbahnstraße

Auf Eisenbahnstraße werden an einem in Renovierung befindlichen Ladengeschäft mehrere antisemitische Graffiti gesprüht. Über mehrere Schaufenster stehen die Worte „Jude“, „Rolex“, „Schindlers Liste“ und ein angedeuteter Davidstern. Gerade die Anbringung an ein Ladengeschäft erinnern an die Attacken und Boykott-Aufforderungen der Nationalsozialisten. Am 1. April 1933 standen überall in deutschen Städten uniformierte, teils auch bewaffnete SA-, HJ- und Stahlhelm-Posten vor jüdischen Geschäften, Arztpraxen und Anwaltskanzleien und hinderten etwaige Kunden den ganzen Tag daran, diese zu betreten. Schilder und Plakate forderten: "Deutsche! Wehrt euch! Kauft nicht bei(m) Juden! – Die Juden sind unser Unglück! - Meidet jüdische Ärzte! – Geht nicht zu jüdischen Rechtsanwälten!" Der Boykott war der Anfang, der in der Shoah endenden, Judenvertreibung- und vernichtung durch die Nationalsozialisten.

Quelle: Chronik.LE

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: Leipzig-Heiterblick (Stadt Leipzig)

Neonazistische Schmiererei an Berufsschule

Unbekannte sprühen zwischen dem Nachmittag des 11.10. und Morgen des 12.10. mit weißer Farbe mehrere SS-Runen sowie den Schriftzug "Heil Hitler" an die Wand einer Berufsschule. Letzterer wird mit grüner Farbe ebenfalls auf dem Gehweg vor einem nahe gelegenen Jugendclub gesprüht.

Quelle: LVZ, Chronik.LE

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: Leipzig-Lindenau (Stadt Leipzig)

Polizeigewalt am Rand einer Konferenz

Zwei Teilnehmer aus Kamerun  wurden im Nachgang der Konferenz "Selbstbestimmt und Solidarisch" für Einbrecher gehalten und von der Polizei bei der Kontrolle einer Wohnung einer Tagesmutter gewaltsam angegangen.

Die beiden Referenten waren für den Zeitraum der dreitätigen Konferenz in der Wohnung der Tagesmutter untergebracht. Nachbarn kamen die Gäste offenbar suspekt vor und riefen die Polizei. Die Beamten klingelten die Gäste am Samstagabend aus dem Schlaf und gingen dabei grob vor – einem der Gäste legten sie sogar Handschellen an. Nachdem er die Tür geöffnet habe, sei einer der Polizisten sofort gewaltsam auf ihn losgegangen, habe „Ausweis, Ausweis“ gerufen und ihm schmerzhaft den Arm verdreht, berichtet der Referent Péguy Takou Ndie in der TAZ. „Ich wollte einen Freund anrufen, damit er mit der Polizei spricht, warum wir hier untergebracht sind und dass alles seine Richtigkeit hat“, so Péguy Takou Ndie, „aber ich wurde gar nicht erst angehört. Mir wurde einfach der Arm so sehr nach hinten gebogen, dass ich heute noch Schmerzen in der Schulter habe.“

Der zweite Betroffene, der Filmemacher Richard Djif, stützt diese Darstellung: „Mich hat schockiert, dass die Polizisten sofort Gewalt angewendet haben, obwohl wir nur Schlafanzüge trugen und ganz offensichtlich nicht gefährlich waren.“ Beide beteuern, ruhig reagiert und sich gesprächsbereit gezeigt zu haben. Erst nachdem die Organisatoren der Konferenz herbeigerufen wurden und mit den Polizisten sprechen konnten, seien die Gäste in Ruhe gelassen, und die Polizei verließ den Ort, heißt es.

Die Leipziger Polizei weist diese Vorwürfe zurück. „Die Leipziger Polizei ist nicht rassistisch!“, heißt es in einer Pressemitteilung der Behörde, welche deren Sicht schildert. Demnach seien die Beamten am Samstagabend gerufen worden, weil in der im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses ansässigen Kindertagesstätte mehrere Unbekannte bemerkt worden seien. Weil in den Räumen der Kindertagesstätte kein Licht gebrannt habe, aber Menschen zu hören gewesen seien, habe ein Beamter mehrfach gegen die Tür geklopft und mit den Worten „Polizei, aufmachen!“ diese aufgefordert, die Tür zu öffnen.

Die Tür sei erst nach einer Weile geöffnet worden, woraufhin man die Personen aufgefordert habe, sich auszuweisen, weil man sie für „Unbefugte“ hielt. Eine Person sei „unverständlicherweise zunehmend verbal aggressiv“ aufgetreten und habe sich geweigert, ihren Ausweis zu suchen. Weil dieser Mann handgreiflich geworden sei, habe man ihm „kurzzeitig“ Handschellen angelegt. Nachdem telefonisch geklärt werden konnte, dass es sich um Gäste handelte, denen die Wohnung zur Übernachtung überlassen worden sei, habe man die Handschellen entfernt.

Das Organisationsteam der Konferenz "Selbstbestimmt und solidarisch!" weist die Darstellung der Leipziger Polizei entschieden zurück, wonach sich einer der beiden in der Wohnung kontrollierten Referenten aggressiv verhalten habe.

Quelle: Pressemitteilung Polizei, LIZ, TAZ

 

 

 

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: Leipzig Knauthain (Stadt Leipzig)

Mit Messer im Zug bedroht

Die Bundespolizei hat am Sonntagabend in Leipzig-Knauthain einen mit einem Messer bewaffneten 27-Jährigen überwältigt, der zuvor einen Zugbegleiter verletzt und mehrere Fahrgäste beleidigt hatte. Der betrunkene Mann pöbelte in einer Regionalbahn von Saalfeld nach Leipzig gegen 20.30 Uhr zunächst mehrere ausländische Passagiere an und bedrohte sie anschließend mit einem Messer. Die bedrohten Passagiere hätten zunächst den Zugbegleiter über den Vorfall informiert, welcher daraufhin von dem 27-Jährigen mit Schlägen attackiert worden sei. Der 28-jährige Schaffner wurde bei dem Angriff leicht verletzt. Er ließ den Zug in Knauthain stoppen und informierte die Bundespolizei. Am dortigen Bahnhof warf der Mann Steine gegen die Bahn und beschädigte mehrere Scheiben. Bundespolizisten überwältigten den 27-jährigen Deutschen schließlich am Bahnsteig. Bei seiner Festnahme setzte er sich gegen die Beamten zur Wehr. Gegen den Tatverdächtigen wird nun wegen Körperverletzung, Bedrohung, Sachbeschädigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Der Zug der Erfurter Bahn GmbH konnte seine Fahrt nach Leipzig fortsetzen.

Quelle: LVZ

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: Leipzig Zentrum-Nord (Stadt Leipzig)

Hakenkreuze auf Jüdischen Friedhof gekritzt

Unbekannte schänden im Leipziger Zentrum-Nord einen jüdischen Gedenkstein. Sie kratzen zwei etwa fünf Zentimeter große Hakenkreuze in den Stein. Nun wird wegen der Verwendung Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen ermittelt.

Quelle: LVZ

 

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: Leipzig-Zentrum (Stadt Leipzig)

Rassistische Beleidigung in Straßenbahn

Eine Augenzeugin berichte auf Facebook von einem rassistischen Vorfall in einer Leipziger Straßenbahn, den ihre 14-Jährige Tochter beobachtete. Eine Frau weigerte sich mit den Worten "neben so was wie Sie, setzte ich mich doch nicht" sich neben einen "dunkelhäutiger, jungen Mann" zu setzten, der ihr gerade Platz machen wollte. Der Mann macht laut auf diese Diskriminierung aufmerksam. Er erzählt, dass er beim Bäcker arbeitet, aber nicht an der Theke verkaufen dürfe, weil sonst die Verkaufszahlen zurückgehen würden. Viele Passagiere schauen genervt weg. Nur das junge Mädchen beschwert sich ebenfalls über den Rassismus. Anstatt sich mit den Betroffenem zu solidarisieren, werden sowohl der Mann und das Mädchen aus der Bahn verwiesen, ein Mann hatte sich über "Störenfriede beim Fahrer beschwert".

Quelle: Chronik.LE

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: Leipzig Zentrum (Stadt Leipzig)

Journalist im Rathaus bedroht

Am Abend der Bundestagswahl wird der Journalist Lukas Beyer bei der Wahlparty der AfD im Leipziger Rathaus bedroht und an seiner Arbeit behindert. Der Journalist begleitete die noAfD-Spontandemonstration zum Neuen Rathaus. Im Rathaus entdeckt er die Wahlparty der AfD und begibt sich in den Raum der Party. Dabei handelte es sich wohl um den Fraktionsraum der AfD im Leipziger Stadtrat. Er wird sofort von einer Person des Raumes verwiesen, ein Grund wird Ihm nicht genannt. Die Anmerkung Journalist zu sein, wird mit "mir egal" kommentiert. Beyer macht nach seinem Rausschmiss mehrere Fotos, daraufhin schlägt Ihm jemand mit der Hand auf seine Kamera.

Quelle: Chronik.LE

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: Schleußig (Stadt Leipzig)

"Heil Hitler" und Beleidigung

Während ein Mann an einer Ampel mit seinem Fahrrad wartet, nähert sich vom gegenüberliegenden Supermarkt eine ihm unbekannte Person. Diese fängt an "Heil Hitler" zu rufen und zeigt den verbotenen Hitlergruß. Zusätzlich beleidigt er den Fahrradfahrer. Um weiteren Ärger zu entgehen, fährt der Fahrradfahrer schnell weiter. Durch einen Freund erfährt der Beleidigte später, dass der Mann wohl ein paar Stunden später noch immer dort anzutreffen war und ihn ebenfalls beleidigte und dabei den Hitlergruß zeigte.

Quelle: Augenzeug_innen

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: Paunsdorf (Stadt Leipzig)

WahlkampfhelferInnen der Partei die Linke von Neonazis angegriffen

In Leipzig Paunsdorf wurden WahlkampfhelferInnen des Leipziger Stadtverbandes der Partei Die Linke von Neonazis bedroht. Die Gruppe war mit einem Lastenfahrrad der Partei plakatieren. Als sie an einem Supermarkt vorbeifahren wollten, positionierte sich plötzlich 10 bis 15 Nazis davor und bedrohten die HelferInnen zunächst verbal mir Rufen wie „Sieg Heil“, „Haut ab, Antifa-Pack!“ und zeigten den Hitlergruß. Die HelferInnen zogen sich daraufhin in ein nahgelegenes Wohngebiet zurück und alarmierten die Polizei, welche rund zehn Minuten später vor dem Konsum eintraf. Die Gruppe der Neonazis hatte sich jedoch schon vereinzelt und lauerte den HelferInnen an Straßenecken in Grüppchen auf, um sie durch das Wohngebiet zu jagen. Die Wahlkampfhelfer_innen konnten entkommen, verletzt wurde niemand.

Quelle: LIZ, LVZ

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