90 Einträge in der Chronik

: Plauen (Vogtlandkreis)

Gitterroste gegen Kebap-Haus bei Sieg-Heil-Rufen

Gegen 2.00 Uhr früh hörten AnwohnerInnen Lärm und wurden Zeugen einer erheblichen Sachbeschädigung an einem Kebap Haus, dem seit 2 jahren ansässigen Döner- und Pizza-Imbiss. Mit Gitterrosten wurden die Fensterscheiben eingeworfen, wobei ein Schaden in Höhe von ca. 1.000 € entstand. Während in letzter Vergangenheit in naher Umgebung mehrere Einbrüche in unterschiedliche Geschäfte mit Diebstahlhintergrund stattfanden, muss in diesem Fall von einem gezielten Angriff rechter Täter ausgegangen werden. Anwohner konnten "Sieg Heil" -Rufe vernehmen. In das Geschäft wurde nicht eingedrungen, der Angriff diente allein der Zerstörung.

Betroffene

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: Netschkau (Vogtlandkreis)

Angriff auf Treffpunkt des Borwaerk e.V.

Ein beunruhigender Vorfall hat sich zudem am Samstag im Domizil des Borwaerk-Vereins in der früheren Gaststätte "Bad Rosenthal", zwischen Netzschkau und Greiz, ereignet. Der im Bereich alternativer Jugendkultur tätige und durch das alljährliche Festival "L' abore" in Hauptmannsgrün bekannte Verein wurde gegen 22 Uhr von fünf Jugendlichen heimgesucht. Diese ungebetenen Gäste, so die Polizei auf Anfrage, forderten Einlass, um etwas zu trinken. Die Vereinsmitglieder verweigerten ihnen den Zutritt. Daraufhin verschlossen die "Gäste" die Eingangstür mit dem unvorsichtigerweise von außen stecken gelassenen Schlüssel und beschädigten die vor dem Gebäude abgestellten Fahrzeuge der Borwaerk-Leute. Glas ging zu Bruch, Reifen wurden zerstochen. Die Polizei beziffert den Schaden auf etwa 800 Euro. Während die Verursacher türmten, sollen sie Hinweise auf die "Nationalen Sozialisten" hinterlassen haben.

Kooperationspartner, Freie Presse

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: Reichenbach (Vogtlandkreis)

Neonaziaufmarsch in Reichenbach

Ca. 120 Neonazis versammeln sich in Reichenbach am Vortag des 70. Jahrestages der Reichspogromnacht und propagieren während des mehrstündigen Zuges durch die Stadt u. a. den "Nationalen Sozialismus Jetzt". Unter dem Motto „Gegen Steuergeldverschwendung - Antirechtsprogramme stoppen“ werden mehrere rechtsextreme Zwischenkundgebungen gehalten, wobei neonazistische Sprecher die Treppe des Rathauses nutzen. Die Nähe zwischen Landtags-, - Kreistagsabgeordneten sowie so genannten Freien Kräften wird in dem rechtsexremen Demonstrationszug deutlich.

Das Bündnis "Buntes Vogtland" positioniert sich in einer Kundgebung deutlich gegen die menschenverachtenden rechtsextremen Inhalte des Demonstrationsmottos. Darüber hinaus gelingt es mehreren AntifaschistInnen, den Neonaziaufmarsch durch eine Sitzblockade zu unterbrechen.

RAA Sachsen e.V.

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: Auerbach (Vogtlandkreis)

Steinewerfer attackieren China-Imbiss

Zwei bisher Unbekannte sind am Donnerstagabend nur knapp ihrer Festnahme durch die Polizei entgangen. Das Duo war kurz vor Mitternacht von einem Augenzeugen beobachtet worden, wie es einen Stein gegen den China-Imbiss am Mühlwerg warf. Nachdem die Glasscheibe zersplitterte (Schaden: knapp 300 Euro), flüchteten die Jugendlichen mit ihren Fahrrädern. Wenig später trafen die alarmierten Beamten am Tatort ein, doch von den Beiden fehlte jede Spur. Sie werden wie folgt beschrieben: Alter 15 bis 17 Jahre, einer der Täter ist schlank, hat blonde kurze Haare. Er war mit einem weiß-grauen gestreiften Kapuzenshirt bekleidet. Der zweite, etwas kräftigere Mann trug ein graues Shirt, ebenfalls mit Kapuze.

Hinweise bitte an das Polizeirevier Auerbach, Telefon 03744/ 2550. Im Übrigen setzt der Imbissinhaber 100 Euro Belohnung für Hinweise aus, die zur Ergreifung der Täter führen.

Polizei Sachsen

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: Plauen (Vogtlandkreis)

Vier Verletzte nach Übergriff von Rechtsradikalen in Plauen

Offenbar rechts gerichtete Jugendliche haben am Freitagabend in der Nähe des Plauener Bärensteins eine Gruppe von Schülern angegriffen, die gerade den Ausklang des Schuljahres feierte. Einem Augenzeugen zufolge habe es anschließend eine Treibjagd durch die halbe Stadt gegeben. Passanten in der Innenstadt hätten den Vorfall beobachtet, aus Angst jedoch nicht eingegriffen, so der Beobachter gegenüber der „Freie Presse“. Vier Schüler im Teenageralter sind bei dem Übergriff verletzt worden. Die Polizei hat den Vorfall bisher nicht offiziell gemeldet, gestern jedoch auf Anfrage von „Freie Presse“ bestätigt. Laut Sprecher Jan Meinel sei von den Beamten einer der Täter in seiner Wohnung in Plauen festgenommen worden. Es handelte sich dabei um einen 15-Jährigen, der darüber hinaus betrunken war. Ein Test ergab einen Wert von knapp zwei Promille, berichtet Jan Meinel. Laut dem internen Polizeibericht seien die Täter „augenscheinlich der rechten Szene“ zuzuordnen gewesen. Die Gruppe hat laut dem Augenzeugen aus fünf Personen bestanden.

Freie Presse

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: Plauen (Vogtlandkreis)

Angriff auf Wohnung in Plauen

Im Laufe des Abend nach der NPD Großveranstaltung in Plauen versuchten ca. 15 Nazis in eine private Wohnung einzudringen. Glücklicherweise konnte die Bewohner ein Eindringen verhindern bis die alarmierte Polizei eintraf. An dem Abend fand in Plauen ein Veranstaltung/Konzert der NPD mit ca. 200 Nazis statt.

Augenzeugen_innen

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: Wernitzgrün (Vogtlandkreis)

Gegen 1.30 Uhr war es im Festzelt eines Fußballturniers unter Heil-Hitler-Rufen zu massiver Gewalt gekommen, bei denen Mitglieder der am Turnier teilnehmenden Mannschaft Reichenhainer Jungs aus Chemnitz wahllos auf andere einprügelten, hierbei auch gegen Frauen vorgingen. Obwohl der ortsansässige Fußballverein betont, dass Parolen gerufen worden, die der rechten Szene zuzuordnen wären, benannte die Polizeidirektion Südwestsahsen zunächst keinen rechtsextremen Hintergrund. Nun wird wegen Verbreitung von Propaganda verfassungswidriger Organisationen ermittelt.

Presseartikel hier:

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: Lengenfeld (Vogtlandkreis)

In der Nacht zum Freitag werden in großen Zügen neonazistische Hetzparolen an ein Stromhaus sowie auf einen Straßenteil gesprüht, was jeweils direkt an ein Wohnhaus grenzt. Neben "Anti- Antifa" und "Linksfaschist" löst insbesondere der Zug "Wir kennen Dich" Bedrohung aus. Am entsprechend umringten Grundstück sowie in der gesamten Gemeinde wurden bereits am Tag zuvor neonazistische Aufkleber des Freien Netzes angebracht.

Kooperationspartner

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: Treuen bei Plauen (Vogtlandkreis)

Rassistsische Polizeigewalt gegen asylsuchende Mädchen

Am vergangenen Freitag wurden drei nigerianische Mädchen (14, 13 und 8 Jahre alt) unter Personaleinsatz aus vier Polizeiwaagen verfolgt, in Handschellen gelegt, einem der Kinder wurden die Füße gefesselt. Sie wurden massiv verängstigt und beschimpft.

Die drei Mädchen, die seit vier Jahren in der Bundesrepublik Deutschland um Asyl suchen, sind gemeinsam mit ihrer Tante und ihrer 6jährigen Cousine in einem im Wald gelegenen Asylheim bei Posseck untergebracht. Da sie das isolierte Leben in diesem nahezu leeren Flüchtlingslager nicht mehr ertragen konnten, haben sie aus eigenem Entschluss ein Kinder- und Jugendwohnhaus in Treuen bei Plauen aufgesucht. Unter Absprache einer Vertreterin des Jugendamtes und der Tante der Kinder, wurden sie dort freundlich aufgenommen. Am dritten Tag ihres Aufenthaltes erhielten sie die Information, dass sie zurück in das Asylheim geschickt werden müssen. Als die Mädchen sich weigerten, verständigte die Vertreterin des Jugendamtes die Polizei.

Erschreckt und verängstigt versuchten die Kinder davon zu laufen. Dabei wurden sie von einem Polizeiwagen verfolgt. Als das jüngste Kind gefasst wurde, entschloss sich die älteste Schwester mit ihr zusammen zurückzubleiben. Beide wurden in ein Zimmer gesperrt. Während Sandra weiter zu fliehen versuchte, verlangte die Frau vom Jugendamt den Einsatz von weiterer Polizei. Als das Kind schließlich gefasst wurde, legte man sie in Handschellen und schleifte sie über den Boden. Nach Aussage ihrer Schwestern war sie völlig außer sich und schrie. Dann wurden zwei Schwestern in Handschellen aneinander gekettet, dem dritten Mädchen wurden die Hände auf dem Rücken gefesselt.

Die Kinder gaben an, von der Polizei gezerrt und gezogen worden zu sein, wobei keine Rücksicht darauf genommen wurde, dass sie gefesselt waren und dass sie über Schmerzen klagten. Sophia sagte aus, dass man ihnen einfach nicht zugehört hätte. sie sahen sich Beschimpfungen durch die Anwesenden ausgesetzt und vernahmen die Worte "blöde Kuh", "Schwarze", "verrückt".

Gefesselt wurden sie ins Auto geschubst und in das Asylheim zurück gebracht. Immer noch gefesselt wurden sie dort wieder aus dem Auto gezerrt und in ihr Zimmer im Heim gebracht. Die Handschellen hinterließen sichtbare und schmerzhafte Spuren an den Handgelenken.

Ihre Tante war über die Maßnahme nicht in Kenntnis gesetzt worden. Als die Kinder im Heim ankamen, war sie außer sich darüber, was man den Mädchen angetan hat. Die Kinder selbst stehen unter Schock und klagen über Schmerzen.

Kooperationspartner

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: Plauen (Vogtlandkreis)

Fahne mit Hakenkreuz am Fenster

Ein 22-jähriger hatte in der Nacht vom 16. zum 17. Februar an sein Fenster in der Antonstraße eine Fahne mit Hakenkreuzsymbol angebracht. Die Fahne wurde von der Polizei entfernt und sichergestellt, gegen den Inhaber läuft ein Ermittlungsverfahren wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Plauener Zeitung

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