281 Einträge in der Chronik

: Leipzig (Stadt Leipzig)

Identitäre machen auf "Weiße Rose" Teil 1

Leipzig. Anhänger der rechtsradikalen „Identitären Bewegung“ haben am Samstag massenweise Papierschnipsel mit Werbung für rechte Internetinhalte im Einkaufscenter Höfe am Brühl verteilt. Nach Aussagen von Augenzeugen kippten die Unbekannten mehrere Säcke mit den Schnipseln von der oberen Etage über Einkaufenden aus. Auf den Papierstreifen war ein sogenannter Hashtag gedruckt. Mit dem Begriff sollen Internetnutzer beim sozialen Netzwerk twitter auf fremdenfeindliche Inhalte gelenkt werden.

Die Aktion fand offenbar gegen 14 Uhr und damit kurz vor der Legida-Demonstration am Leuschner-Platz statt. Laut den Zeugen dauerte sie nur wenige Minuten, die unbekannten Täter flohen.

Für das Centermanagement der Höfe ist der Vorfall keine Lappalie. "Unser Sicherheitspersonal und die Haustechnik haben uns rasch auf den Vorfall aufmerksam gemacht", sagte Managerin Andrea Eggers auf Anfrage von LVZ.de. Die Schnipsel seien danach zügig beseitigt und Kontakt zur Polizei aufgenommen worden. Das Unternehmen werde Anzeige gegen unbekannt stellen, so Eggers. "Die Höfe stehen für ein offenes Miteinander. Politische Statements haben bei uns nichts zu suchen."

chg

LVZ

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: Leipzig (Stadt Leipzig)

Bedrohung durch Neonazis

Leipzig. Der Leipziger Politiker und Rechtsanwalt Jürgen Kasek wird seit Dienstagmorgen massiv bedroht. Die rechtspopulistische Initiative Legida und die Partei „Wir für Leipzig“ von Ex-NPD-Stadtrat Enrico Böhm unterstellen Kasek, verantwortlich für den Überfall auf einen Legida-Ordner in Böhlen zu sein. Entsprechende Einträge auf Facebook-Seiten wurden inzwischen mehr als 2000 Mal geteilt. Seitdem rufen einzelne Nutzer offen zur Gewalt gegen den Landesvorsitzenden der Grünen auf.

Im Gespräch mit LVZ.de sprach Kasek von einer neuen Qualität der Bedrohung. „Ich kam heute in mein Büro und hab schon gesehen, dass da diese Behauptungen im Netz kursieren. Seitdem bekomme ich zahllose Mails und anonyme Anrufe“, sagte er. Dabei würden Fotos des Grünen-Politikers und die Adresse der Anwaltskanzlei verbreitet, außerdem die Privatanschrift anderer Familienangehöriger mit Fotos. „Das ist eine sehr harte Bedrohungslage und der Höhepunkt einer Kampagne, die seit Wochen gegen mich läuft“, sagte Kasek.

Die von Legida und Böhm aufgestellten Behauptungen seien ohne jede Grundlage, so der Politiker. Weder habe er Fotos des Ordners gemacht, noch ihm gedroht, Schläger vorbeizuschicken. „Ich kenne den Betroffenen nicht“, sagte er. Kasek geht nun juristisch gegen die Veröffentlichungen bei Facebook vor, hat Anzeige gegen Legida und gegen ‚Wir für Leipzig‘ bei der Staatsanwaltschaft gestellt. Per einstweiliger Verfügung will er die Behauptung stoppen, er habe den Überfall in Auftrag gegeben. Mit einer Gerichtsentscheidung rechnet er am Mittwoch. Indes verurteilte er den Überfall auf den Ordner. „Das ist wie jeder Akt der Gewalt nicht akzeptabel.“ 

Ein Sprecher der Polizei Leipzig bestätigte LVZ.de, dass die Ermittler die Vorgänge im Internet genau beobachten. Auch das Operative Abwehrzentrum (OAZ) beschäftige sich mit den Drohungen.

chg

LVZ

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: Leipzig-Rückmarsdorf (Stadt Leipzig)

Unbekannte schlagen ein faustgroßes Loch in die Trennwand eines aus Containern gebauten Sanitärtraktes einer Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete und entzündet dort eine Toilettenpapierrolle. Das Feuer erlischt von selbst. Es entsteht geringer Sachschaden. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung.

TAZ

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: Leipzig-Zentrum (Stadt Leipzig)

Gedenktafel von Kamal Kilade beschädigt

Der Gedenkort für den 2010 von Neonazis in Leipzig ermordeten Kamal Kilade ist schwer beschädigt worden. Ein Teil der Erinnerungstafel aus Plexiglas, die vor zweieinhalb Jahren im Namen der Stadt Leipzig auf einem Stein im Müllerpark gegenüber des Hauptbahnhofes angebracht wurde, ist abgebrochen und verschwunden. Der abgebildete Abschiedsbrief von Kilades Mutter an ihren Sohn ist dadurch zu großen Teilen nicht mehr lesbar.

Wann die Tafel beschädigt wurde und wer dafür verantwortlich sein könnte, ist bisher noch völlig unklar. „Freunde haben die Zerstörung gesehen und mir davon erzählt. Ich bin dann noch am Mittwochabend hin, um ein Foto zu machen“, sagte Linken-Stadträtin Juliane Nagel, die als erste auf Twitter über die beschädigte Gedenktafel berichtete.

Nagel informierte die Gedenkstein-Paten bei der Regionalen Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie (RAA). Wie Sprecherin Anna Eichhorn am Donnerstag gegenüber LVZ.de sagte, wird der Verein bei der Polizei nun Anzeige gegen unbekannt stellen und das zuständige Grünflächenamt informieren. „Danach werden wir auch sensibel mit der Familie von Kamal Kilade sprechen und mit der AG Erinnerungskultur über eine Instandsetzung beraten“, so Eichhorn. Wie die RAA-Sprecherin ebenfalls erklärte, seien dafür bereits einige Spenden beim Verein eingegangen.

Kamal Kilade war in den Morgenstunden des 24. Oktober 2010 von den Neonazis Daniel K. und Marcus E. vor dem Leipziger Hauptbahnhof ermordet worden. Nach Überzeugung des Gerichts war der gebürtige Iraker von den beiden Tätern aufgrund seines ausländischen Aussehens erst angepöbelt und anschließend mit einem Messer attackiert worden. Der Haupttäter Marcus E. wurde 2011 zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt, sein Komplize erhielt drei Jahre Freiheitsentzug. Jedes Jahr im Oktober findet in der Messestadt eine Gedenkdemonstration für den Ermordeten statt.

Von Matthias Puppe

LVZ

 

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: Leipzig-Zentrum (Stadt Leipzig)

 
Hitlergruß und Körperverletzung bei ACDC-Konzert
 
45.000 Fans kamen am Mittwochabend in die Red Bull Arena und rockten zum Sound von AC/DC – und das zum größten Teil friedlich. Zwei Mal im Laufe des Abends musste allerdings die Polizei eingreifen. Laut den Beamten zeigten zwei Männer gegen 21.40 Uhr anderen Konzertbesuchern den Hitlergruß und skandierten diesen lautstark. Als die Ordnungskräfte den 19- und den 20-Jährigen überprüften, stellten sie fest, dass beide Besucher aus Bayern waren. Sie müssen sich nun wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verantworten.

Außerdem kam es am Mittwochabend auf dem Veranstaltungsgelände zu einem Streit zwischen einem 47-Jährigen und einem Sicherheitsmitarbeiter. Der Besucher schlug dem Wachmann dabei auf die Brust. Der Grund des Streits ist laut Polizei unklar, allerdings ergab ein Alkoholtest einen Wert von 1,2 Promille. Der 34-jährige Sicherheitsmitarbeiter erstattete Anzeige wegen Körperverletzung.

luc

LVZ

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: Leipzig - Knautkleeberg-Knauthain (Stadt Leipzig)

Körperverletzung mit Reizgas/Pfefferspray an Deutscher, Wohnhaus, 1 x leich verletzt

Parlamentsanfrage Kerstin Köditz

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: Leipzig-Grünau (Stadt Leipzig)

Fremdenfeindliche Körperverletzungen an drei Personen aus Syrien und Irak an einer Gemeinschaftsunterkunft.

Parlamentsanfrage Kerstin Köditz

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: Leipzig-Lindenau (Stadt Leipzig)

Fremdenfeindliche Körperverletzung mit Gegenstand an Personen aus Rümanien auf der Straße/Öffentlichkeit.

Parlamentsanfrage Kerstin Köditz

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: Leipzig/Grünau (Stadt Leipzig)

Pflastersteine auf Büro der Linken

Mit mehreren faustgroßen Pflastersteinen haben Unbekannte am Donnerstagmorgen das Büro der Linken in Grünau angegriffen. Dies sei bereits der fünfte Angriff gewesen.

LVZ

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: Leipzig-Zentrum (Stadt Leipzig)

"Reichsbürger" ringt mit Polizei

Am späten Samstagabend ist eine Polizeikontrolle an der Arena Leipzig eskaliert. Nach Angaben der Polizei zeigte ein junger Mann den Mittelfinger unmissverständlich in Richtung einer vorbeifahrenden Streife. Die Beamten wollten nun die Identität des Mannes feststellen, doch die Situation eskalierte.

Der 28-Jährige begann, die Beamten zu beleidigen, und versuchte, der Kontrolle zu entkommen, indem er davonlief. Allerdings konnten die Polizisten den Mann bereits nach kurzer Verfolgung einholen. Nun kamen zu den verbalen Attacken des alkoholisierten Mannes auch noch körperliche: Mehrfach schlug er mit der Faust in Richtung der Gesichter der Polizisten. Außerdem biss der Mann einen der Beamten in den Unterarm.

Schließlich rangen die Polizisten den Mann zu Boden und konnten ihn festhalten. Der hinzugerufene Rettungsdienst behandelte die Blessuren aller Beteiligten. Während der Behandlung im Inneren des Rettungswagens redete sich der 28-Jährige erneut in Rage, beleidigte die Rettungskräfte und trat mit den Beinen nach oben, sodass die angebrachte Sauerstoffzuleitung beschädigt wurde und nicht mehr einsatzbereit war.

Der Mann wurde in die Polizeidirektion Leipzig gebracht, wo weitere Untersuchungen zu seinem Gesundheitszustand erfolgen sollten. Statt nur wegen des Stinkefingers sieht sich der 28-Jährige nun mehreren Ermittlungsverfahren gegenüber: Er muss sich wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Beleidigung und Sachbeschädigung verantworten. Sämtliche Strafbestände erkenne der Mann aber nicht an, genauso nicht die BRD, er sei nach eigenen Angaben „Deutscher Reichsbürger“, hieß es in der Mitteilung der Polizei.

pad

LVZ

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