Pressemeldungen

Hier finden Sie ein Archiv aller Pressemeldungen der Opferberatung.

Übergriff auf linksalternative Jugendliche am Hauptmarkt in Zwickau

Am Samstag, den 16. Februar wurde eine Gruppe junger Punker am Hauptmarkt von ca. 15 Neonazis tätlich angegriffen und teils erheblich verletzt.

Laut Aussagen der Betroffenen wurden die Jugendlichen zunächst mit Ausdrücken, wie „Jude“ und „Zeckenschwein“ beschimpft. Nachdem die Angreifer Verstärkung von Gesinnungsgenossen erhielten, schlugen sie auf die Jugendlichen ein. Als die Polizei eintraf, flüchtete ein Teil der Angreifer in das nahe gelegene „Irish harp pub“. Mehrere verletzte Punks mussten im Krankenhaus behandelt werden, sie erlitten Hirn-Traumata und Prellungen, einem wurde der Fuß gebrochen. Die Angreifer werden der Fanszene um den FSV Zwickau zugeordnet.

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Das beste Mittel gegen rechte Gewalt ist Prävention – Opferberatung bedauert die drohende Schließung des Leipziger NDC Büros

Die Opferberatungsstellen sehen das Engagement gegen Rechts als notwendiges „Gesamtpaket“. Mobile Beratung, bürgerschaftliches Engagement für Demokratie, die Unterstützung von Betroffenen rechter Gewalt, Stärkung der Rechte und Wahrnehmbarkeit von Minderheiten, Gemeinwesenarbeit und eben Bildungsarbeit mit allen Altersgruppen und sozialen Schichten sind dabei wichtige Bausteine.

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Angriff bei Protest gegen NPD

Chemnitz der 30.10.2012
 
Erfolgreicher Protest gegen die menschenrechts- und islamfeindliche Tour der sächsischen NPD. Dabei kam es laut Betroffenen aus dem Kreis der NPD Anhänger zu einem Angriff auf Demonstrant_innen.
 
Chemnitz. Am heutigen Morgen versammelten sich ca. 60 Personen in der Nähe der Erstaufnahmestelle für Asylsuchende in Chemnitz, um lautstark Protest gegen eine Kundgebung der NPD zu zeigen. Mit dabei waren Mitglieder verschiedenster Parteien und zivilgesellschaftlicher Organisationen aus dem Stadtgebiet, aber auch dem Umland von Chemnitz. Bei der Kundgebung fanden die Vertreter_innen des Flüchtlingsrates, der demokratischer Parteien und die Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz, Barbara Ludwig deutliche Worte gegen die rassistische Kampagne.

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Rassistischer Angriff von Mitarbeitern eines Sicherheitsunternehmens wird verhandelt

Am morgigen Dienstag, 16. Juli 2012 wird am Amtsgericht Plauen eine rassistisch motivierte Körperverletzung verhandelt. Zwei Mitarbeiter des Sicherheitsunternehmens C.O.P.S. sind angeklagt, drei Asylsuchende verletzt zu haben.

Der Angriff im Oktober 2011 war nur einer von vielen innerhalb einer Serie von gewalttätigen Attacken auf Asylsuchende in Plauen.Die Betroffenen berichteten, dass an den Angriffen, bei denen es teilweise zu erheblichen Verletzungen kam, häufig Mitarbeiter der C.O.P.S. Sicherheitsdienst GmbH beteiligt gewesen sein sollen.

„Plauen ist eine Schwerpunktregion, was rassistisch motivierte Gewalt betrifft. Die Vorfälle stehen auffällig oft im Zusammenhang mit Mitarbeitern der C.O.P.S. Sichheitsdienst GmbH. Zumindest einer der zwei Angeklagten ist als organisierter Neonazi im Zusammenhang mit Gewaltvorfällen in der Stadt bekannt.  äußert sich Lena Nowak von der Opferberatung der RAA Sachsen e.V. dazu.

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Pressemeldung

Mildes Urteil für Neonazis

Bewährungsstrafe und Geldstrafe für rechtsmotivierte Brandstiftung und Sachbeschädigung an Proberaum eine Punkrockband. Im Widerspruch zur Darstellung der Verteidigung sehen sich Betroffene weiterhin Bedrohungen durch die Täter ausgesetzt.

Am heutigen Vormittag wurde am Landgericht Chemnitz der Vorwurf einer Brandstiftung verhandelt. Am 20.01.2009 sollen unter anderem Michael W. und André B. in den Proberaum der Punkband "Fallobstfresser" eingedrungen sein. Dort hätten sie die Technik verwüstet und anschließend einen Brand gelegt. Im vergangenen Jahr verurteilte das Amtsgericht Chemnitz nach einer zähen Verhandlung beide Täter zu einer Haftstrafe von drei Jahren und sieben Monaten für Michael W. bzw. 1 Jahr und 2 Monate für André B. Die heutige Berufungsverhandlung wurde kurz nach der Eröffnung unterbrochen und Staatsanwaltschaft sowie Verteidiger gingen in Beratung. Danach ließ B. von seinem Verteidiger eine Einlassung zur Sachbeschädigung verlesen. Damit ging es nun ausschließlich um die Strafzumessung, da W. die Vorwürfe wegen Brandstiftung nicht in Frage stellte. Das Gericht teilte die positive Sozialprognose für beide Täter und hob die Urteile des Amtsgerichtes auf. Michael W. wurde nun zu anderthalb Jahren Haft, ausgesetzt zur Bewährung verurteilt. Zudem muss W. monatlich 70€ an die Geschädigten zahlen, welche bisher einen Schaden von ca. 25.000€ geltend machten. André B. kam mit einer Geldstrafe von 600€, wegen Sachbeschädigung davon.

"Für die Betroffenen war gerade die Anerkennung der Sozialprognose eine Farce, laut derer sich Michael W. von der rechten Szene gelöst haben soll. Anwesende aus Burgstädt berichten jedoch von mehreren Bedrohungen die aktuell von Michael W. gegenüber alternativen Jugendlichen ausgehen." beschreibt André Löscher, Mitarbeiter der Opferberatung die Reaktion der Betroffenen.

Die Opferberatung kritisiert in diesem Zusammenhang auch das Gericht.

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Pressemeldung zur Jahresstatistik

186 rechtsmotivierte und rassistische Angriffe im Jahr 2011 in Sachsen – erneut ein Todesopfer rechter Gewalt.

Die Beratungsstellen für Betroffene rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt des RAA Sachsen e.V. zählten im Jahr 2011 186 Angriffe. 269 Menschen waren davon direkt betroffen. Die Beratungsstellen zählen ausschließlich Gewaltdelikte.

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Pressemeldung

Keine Strafverfolgung möglich – Abschiebung von Betroffenen rassistischer Gewalt
Rechte Gewalttäter aus Plauen können aufgrund der beschlossenen Abschiebung der Opfer nicht verfolgt werden. Bleiberecht für alle Betroffenen rassistischer Gewalt.


Chemnitz/Plauen. Am 14.10. 2011 kam es in Plauen zu einer Vielzahl rassistisch motivierter Angriffe. Die polizeilichen Ermittlungen schritten rasch voran, so dass die Ergebnisse bereits der Staatsanwaltschaft Zwickau vorliegen. Nun hat einer der Geschädigten ein Schreiben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge erhalten, in dem er informiert wird, dass er nach Italien abgeschoben werden soll.

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Pressemeldung

Fragwürdige Prioritätensetzung beim Landgericht Dresden. - Ansehen des Bundespräsidenten wichtiger als Opfer rechter Gewalt.

Für diese Woche war der Beginn einer Berufungsverhandlung wegen mehrfacher gefährlicher Körperverletzung gegen vier mutmaßliche rechte Gewalttäter geplant. Die Männer waren im August 2009 vom AG Dresden zu Freiheitsstrafen verurteilt worden und hatten dagegen Rechtsmittel eingelegt. Nachdem es zunächst über zwei Jahre zu keiner Terminierung der Berufungsverhandlung kam, erfolgte jetzt wenige Tage vor Verhandlungsbeginn eine kurzfristige Absage. Die Strafkammer sei überlastet. Die von der Kammer angeführten Gründe lassen eine Arbeitsüberlastung jedoch nicht nachvollziehen.

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Pressemeldung

Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung gegen V-Mann Mirko H. wird seit über 3 Jahren verschleppt

Am 1. Mai 2008, Maifeiertag und Himmelfahrt fielen auf dasselbe Datum, wurde eine Gruppe nichtrechter, alternativer Jugendlicher in Stolpen (Landkreis Sächsische Schweiz / Osterzgebirge) angegriffen. Eine Gruppe von Neonazis verletzte sie mit Knüppeln und Faustschlägen teilweise schwer. Einige Jugendliche mussten in der Notaufnahme des Krankenhauses behandelt werden.

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Pressemeldung des Bon Courage e.V.

In der Nacht vom 1. auf den 2. Oktober kam es auf dem Bornaer Stadtfest zu gewalttätigen Übergriffen durch Neonazis.

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