Pressemeldungen

Hier finden Sie ein Archiv aller Pressemeldungen der Opferberatung.

Pressemitteilung: Thomas K. als Todesopfer rechter Gewalt anerkannt

Mehr als zehn Jahre nach dem Mord an dem Schüler aus Leipzig sieht die Staatsregierung das Motiv in der rechten Gesinnung des Täters. 

Am Abend des 4. Oktober 2003 lauerte der Täter, der sich offen zu seiner Zugehörigkeit zu rechten Szene bekannte, dem 16-jährigen Thomas K. in Leipzig-Wahren auf und stach ihn mit einem Messer nieder. Thomas K. wurde bei dem vorsätzlichen Angriff so schwer verletzt, dass er kurz darauf im Krankenhaus verstarb.

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Gemeinsame Pressemitteilung zur PEGIDA-Demonstration und der Aufnahme Asylsuchender in Dresden

Dresdner Kirchen, Religionsgemeinschaften und zivilgesellschaftliche Initiativen stellen sich gegen die Inhalte der PEGIDA*-Demonstrationen, die an den letzten drei Montagen stattfanden. (*Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes)

Der Hass gegen den Islam und die Ablehnung der Aufnahme Asylsuchender bestimmen die Positionen der PEGIDA. Demgegenüber treten die unterzeichnenden Organisationen für die Religionsfreiheit und die Aufnahme Asylsuchender in Dresden ein.

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Pressemitteilung der Bundesarbeitsgemeinschaft Demokratieentwicklung & Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche & Rechtsextreminsmus:

Versprochen gebrochen – trotz aktueller Problemlagen weniger Geld für Demokratieprojekte

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Demokratieentwicklung (BAGD) und die Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAGKR) begrüßen die Forderung von Familienministerin Manuela Schwesig an die Haushälter_innen des Bundestags, mehr Gelder für den Kampf gegen Rechtsextremismus zur Verfügung zu stellen: „Nach den Hooligan- und Neonazi-Krawallen in Köln wird einmal mehr deutlich, vor welchen Herausforderungen wir in der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus stehen.“, sagte Pascal Begrich, Sprecher der BAGD und Geschäftsführer von Miteinander e.V. in Sachsen-Anhalt am Montag in Berlin.

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Pressemitteilung Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt

Bundesweiter Zusammenschluss von Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt gegründet.

Beratungsstellen und Initiativen aus Bayern, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen gründen einen Bundesverband. Der Bundesverband unterstützt den flächendeckenden Auf- und Ausbau unabhängiger Beratungsstrukturen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt. Der Verband koordiniert die Vernetzung der Beratungsstellen und vertritt deren gemeinsame Interessen.

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Gemeinsame Pressemitteilung der Opferberatung für Betroffene rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt des RAA Sachsen e.V. sowie der Gruppe Refugee Support Plauen

Plauen: Schwerpunktregion bei Angriffen auf Flüchtlinge im letzten Monat

Opferberatung erfasst in Plauen sieben Angriffe auf Flüchtlinge in den letzten vier Wochen.

Zehn Tage stationäre Behandlung in der Klinik waren die Folge eines Angriffes auf einen jungen Mann aus Nordafrika. Am 17.09.14 wurden ihm nach einem Besuch im „Malzhaus“ zahlreiche Stich- und Schnittverletzungen durch drei Männer zugefügt. Diese hatten ihn bereits im früheren Verlauf des Abends angesprochen, rassistisch beschimpft und bedrängt. Schlimmeres konnte zunächst durch couragierte Hilfe anderer Gäste verhindert werden. Bei einer erneuten Begegnung an diesem Abend stand der Betroffene den drei Angreifern jedoch allein gegenüber. Sie brachten den Nordafrikaner zu Boden und schlugen auf ihn ein.

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Gemeinsame Pressemitteilung der Opferberatung für Betroffene rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt des RAA Sachsen e.V. sowie des Sächsischen Flüchtlingsrats e.V.

Justiz in Plauen will öffentliches Verfahren zum Tod eines Asylbewerbers vermeiden

Während der Einsatz privater Sicherheitsdienste in Flüchtlingsunterkünften in der öffentlichen Debatte steht, soll in Plauen klammheimlich ein Verfahren gegen einen privaten Security-Mitarbeiter beendet werden. Am 14. Februar 2014 verstarb der libysche Flüchtling Ahmed J. nachdem der diensthabende Wachmann einer privaten Sicherheitsfirma in Kenntnis des Zustandes des Asylbewerbers keinen Notarzt informiert hatte. Jetzt erlässt das Amtsgericht einen Strafbefehl wegen unterlassener Hilfeleistung gegen den Wachmann in Höhe von 60 Tagessätzen á 40 Euro.

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Amtsgericht Zwickau verurteilt rassistischen Angriff im Tanzcafé Eden

Das Gericht erkennt einen 24-jährigen für schuldig, der im Mai 2013 im Zwickauer Tanzcafé Eden einen Migranten mit einem schweren Henkelbierglas auf ...

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Gesetzesänderungen nur gesetzgeberische Kosmetik: Keine Verbesserung der Situation von Betroffenen rechter Gewalt

Stellungnahme der Beratungsstellen Betroffener rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt zum Referentenentwurf des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz »Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung von Empfehlungen des NSU-Untersuchungsausschusses des Deutschen Bundestages«.

Mitte April legte Bundesjustizminister Heiko Maas einen Gesetzentwurf vor, der die Empfehlungen des NSU-Untersuchungs hinsichtlich der Verfolgung rechter Straftaten umsetzen soll. Als Kernstück des Gesetzes sollen zukünftig»rassistische, fremdenfeindliche oder sonstige menschenverachtende«Motiveexplizit bei der Strafzumessung berücksichtigt werden.

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Professionelle Unterstützung Betroffener rechter Gewalt

echte Gewalt ist in der Bundesrepublik Deutschland ein anhaltendes Problem. Zehntausende solcher Gewalttaten seit der Wiedervereinigung – darunter mindestens 169 Tötungen – zeigen, dass dem Phänomen effektiv nicht mit kurzfristigen Maßnahmen begegnet werden kann. Alleine in den neuen Bundesländern und Berlin wurden im letzten Jahr 737 Fälle rechter Gewalt mit 1086 direkt Betroffener durch die Opferberatungsstellen registriert. Das Netzwerk der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Deutschland hat Qualitätsstandards für die Arbeit der Beratungsstellen entwickelt. Dabei wurde es vom Deutschen Jugendinstitut wissenschaftlich begleitet. Die Ergebnisse dieses Prozesses liegen nun vor.

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