Die folgende Chronik informiert über rechtsmotivierte und rassistische Aktivitäten in Sachsen. Genannt werden nicht nur Übergriffe, sondern auch Propagandadelikte und Veranstaltungen wie Demonstrationen und Konzerte. Die Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Da sich Betroffene oft aus Angst vor weiteren Einschüchterungen weder an die Polizei noch an die Beratungsstellen wenden, gehen wir von einer hohen Dunkelziffer aus. Nicht gelistet werden Übergriffe, von denen wir zwar Kenntnis erlangt haben, die aber aus Gründen der Vertraulichkeit nicht veröffentlicht werden.  Die Vorfälle können nach Landkreisen gefiltert betrachtet werden.

3044 Einträge in der gesamten Chronik

: Zittau (LK Görlitz)

Mann zeigt Hitlergruß 

Ein 59-jähriger Mann zeigte am Donnerstagnachmittag mehrmals den Hitlergruß und skandierte dabei rechte Parolen.

Quelle: Polizei

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: Dresden Innenstadt (Stadt Dresden)

27-Jähriger nach Hitlergruß in Straßenbahn gestellt

Polizeibeamte stellten gestern Abend am Pirnaischen Platz einen Mann (27), der kurz zuvor in einer Straßenbahn den Hitlergruß zeigte und einen Marokkaner (31) beleidigte. Der 31-Jährige fuhr mit seiner Begleiterin (24) mit einer Straßenbahn der Linie 3 aus Richtung Coschütz in Richtung Stadtzentrum. Im Bereich des Bahnhofes stieg der 27-Jährige zu. In der Folge beleidigte er den Marokkaner mehrfach und zeigte ihm gegenüber den Hitlergruß. Als die Beteiligten am Pirnaischen Platz ausstiegen, informierte der 31-Jährige dort befindliche Polizeibeamte. Sie stellten den 27-jährigen Dresdner noch am Ort. Er stand augenscheinlich unter Alkoholeinfluss. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,66 Promille. Bei der Durchsuchung des Mannes fanden die Beamten zudem ein Cliptütchen mit Marihuana.

Polizei

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: Dresden Altstadt (Stadt Dresden)

Verherrlichung des Nationalsozialismus bei rechter Demonstration

Bei einer Demonstration des verurteilten Holocaustleugners Gerhard Ittner anlässlich der Bombardierung Dresdens am 13. Februar 1945 wurde der Nationalsozialismus verherrlicht und die Bombardierung der Stadt mit der Shoah gleichgesetzt. Das Dezernat Staatsschutz ermittelt wegen Volksverhetzung.

Quelle: Polizei, Presse

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: Wurzen (LK Leipzig)

Wurzner wehrt sich gegen Verurteilung wegen Holocaust-Leugnung

Ein 42-Jähriger Mann aus Wurzen wurde bereits im Oktober 2016 vom Amtsgericht in Grimma wegen Volksverhetzung verurteilt. Im März 2016 hat der Mann auf der Facebook-Seite der NPD behauptet, es habe nie sechs Millionen tote Jude gegeben, dies sei "alliierte Kriegspropaganda". Das Gericht verhängte daraufhin eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je 40 Euro.

Der Angeklagte wehrt sich nun gegen die Höhe des Strafbefehls, die Verurteilung wegen Volksverhetzung bleibt rechtskräftig.

Quelle: LVZ

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: Bautzen (LK Bautzen)

Rechte Parolen an Einkaufsmärkte geschmiert

Unbekannte haben mit schwarzer Farbe rechte Parolen an die Fassaden von zwei Einkaufsmärkten geschmiert.

Quelle: Polizei, Presse

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